• Volkach: 78-Jähriger bei Treibjagd in Hochsitz gestorben 
  • 33 Jahre alter Jäger wegen fahrlässiger Tötung angeklagt  
  • Einspruch eingelegt - Fall kommt nun wohl vor Gericht
  • Sprecherin des Amtsgerichts Kitzingen äußert sich  

Nach dem tödlichen Jagdunfall in Unterfranken zu Jahresbeginn hat das Amtsgericht Kitzingen gegen einen 33-Jährigen einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen. Die Staatsanwaltschaft Würzburg hatte für den Beschuldigten eine Geldstrafe in Höhe von 150 Tagessätzen zu je 70 Euro beantragt. Der Anwalt des Mannes habe nun Einspruch eingelegt, weshalb es nun wohl eine Hauptverhandlung geben werde, erklärte eine Sprecherin des Amtsgerichts Kitzingen am Donnerstag (1. Dezember 2022).  

Jäger zielt bei Volkach auf Reh und trifft anderen Mann 

Was war zuvor geschehen? Der 33-Jährige soll am 6. Januar 2022 während einer Treibjagd in Volkach im Landkreis Kitzingen von einem Hochsitz aus auf ein Reh geschossen haben. Das Tier wurde diesbezüglich jedoch verfehlt. 

Das Projektil schlug nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf dem gefrorenen Boden des Feldweges auf und traf das Opfer, das sich in einer benachbarten Jagdkanzel aufhielt. Der 78-Jährige starb. 

Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten vor, er hätte in Richtung des Opfers keinen Schuss abgeben dürfen. Der Jäger habe gewusst, dass der 78-Jährige gefährlich nah war.