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Verpacktes Gemüse: Es liegt am Konsumenten


Autor: Waltraud Ludwig

Kitzingen, Donnerstag, 22. Juni 2017

Obst und Gemüse aus dem Supermarkt wird oft in Plastik verpackt zum Kauf angeboten. Angeblich wünschen viele Verbraucher dies.
Der Gemüsebauer  Franz Hagn aus Segnitz hat zwei Tonnen Gurken vernichtet, weil er sie unverpackt nicht los wird. Was meinen Passanten dazu? Wollen sie überhaupt verpacktes Obst und Gemüse?


Obst und Gemüse aus dem Supermarkt wird oft in Plastik verpackt zum Kauf angeboten. Angeblich wünschen viele Verbraucher dies, aber gleichzeitig schadet die Verpackung auch der Umwelt, verursacht Müll und zusätzliche Kosten.

Die außergewöhnliche Aktion eines Segnitzer Gemüsebauern brachte das Problem ins öffentliche Bewusstsein: Weil er seine Gurken nach eigenen Angaben unverpackt nicht an die Supermärkte los wurde, pflügte er einen Teil seiner Ernte unter. Ein entsprechendes Video im Internet schlug hohe Wellen, zog die Aufmerksamkeit auf sich und löste heftige Diskussionen aus. Eines steht fest: Letztendlich sind es die Konsumenten, die durch ihr Kaufverhalten bestimmen, wie die Ware angeboten wird. Bei unserer Umfrage auf dem Kitzinger Marktplatz haben wir Passanten gefragt: Was halten Sie von der Plastikverpackung, sollte man ganz darauf verzichten?

Sylvia Götz, 56, Dettelbach

Bis jetzt habe ich Gurken und andere Gemüseprodukte meistens ohne Verpackung gekauft. Meiner Meinung nach sollten Obst und Gemüse generell unverpackt im Supermarkt angeboten werden.

Frank Brandl, 44, Mainsondheim

Von einem generellen Verpackungsverbot halte ich nichts. Der Kunde sollte die Möglichkeit haben, sich für verpackte oder unverpackte Ware zu entscheiden. Das ist nicht in jedem Supermarkt der Fall.

Christiane Michel, 53, Ochsenfurt

Das Video des Segnitzer Gemüsebauern hat mich so schockiert, dass ich mir vorgenommen habe, grundsätzlich kein verpacktes Obst oder Gemüse mehr zu kaufen. Das muss wirklich nicht sein!

Michaela Volbers, 64, Kitzingen

Verpacktes Gemüse oder Obst nehme ich grundsätzlich nicht. Wenn alle Verbraucher so handeln würden, würde die Ware liegen bleiben. Dann würden die großen Supermarktketten darauf reagieren.