Tierische Angst mit Radio und Fernsehen bekämpfen
Autor: cia
Kitzingen, Freitag, 29. Dezember 2017
Tiere leiden unter der Knallerei zum Jahreswechsel. Kitzingens Tierheimleiterin Angela Drabant gibt Tipps, wie die Vierbeiner gut ins neue Jahr kommen.
Ein Knall und weg – an Silvester verschwinden laut der Tierschutzorganisation Tasso so viele Tiere wie an keinem anderen Tag im Jahr. Ursachen dafür sind die Silvesterknaller, die vereinzelt meist schon ab dem Verkauf und auch noch einige Tage danach gezündet werden.
Radio aufdrehen
Für Hunde, Katzen, aber auch für Pferde und Nutztiere im Stall, ist die Schießerei zum Jahreswechsel eine Qual. Angela Drabant, Leiterin des Kitzinger Tierheims, rät deswegen, rechtzeitig alle Tiere in Sicherheit zu bringen. Türen, Fenster und Rollos sollten geschlossen sein. „Lautes Radio oder Fernsehen, am besten beides gleichzeitig, lenkt ab“, sagt sie. „Das weiß ich aus eigener Erfahrung.“ Gerät ein Tier sehr schnell und sehr stark in Panik, empfiehlt sie, sich vom Tierarzt Beruhigungsmittel geben zu lassen. „Aber das muss der Arzt entscheiden.“
1#googleAds#100x100Passiert es trotz aller Vorsicht und Vorkehrungen, dass Hund oder Katze weglaufen, soll der Besitzer sofort die Polizei anrufen und auch das Tierheim informieren. „Und natürlich suchen gehen“, sagt die Expertin. Auch wenn die Chancen, den Vierbeiner zu finden, gering seien. „In ihrer Panik laufen sie ewig weit“, weiß Drabant.
Auf Kracher verzichten
Finden Spaziergänger an Neujahr ein verängstigtes Tier, empfiehlt sie, dass Tier erst mal nicht anzufassen, da es aggressiv reagieren könnte. Die Polizei sei dann der richtige Ansprechpartner. Es sei deren Aufgabe, gefundene Tiere ins Tierheim zu bringen.
Zum Schluss hat Angela Drabant noch eine Bitte an alle Tierfreunde: „Verzichtet auf Kracher und lasst das gesparte Geld Tieren zu Gute kommen.“
So verbringen Tiere am besten den Jahreswechsel
• Lassen Sie Freigängerkatzen im Haus.
• Hunde bei jedem Spaziergang an die Leine nehmen. • Gehen Sie am Silvestertag rechtzeitig mit Ihrem Hund zur letzten Gassi-Runde.