Die Ehrung der Kameraden Johannes Hamberger und Reiner Scheck für 40 Jahre aktiver Dienstzeit war der Höhepunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Obernbreit. Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin Susanne Knof würdigte die Kameraden und verlieh ihnen das staatliche Feuerwehrehrenzeichen in Gold und einen Gutschein für eine Woche im Feuerwehrerholungsheim Bayrisch Gmain. Seitens der Gemeinde gab es noch zweite Gutscheine für die Partnerinnen der Geehrten und Vorsitzender Werner Freudinger hatte Präsente parat. Dazu gratulierte auch Kreisbrandmeister Mario Manfrini.

Kommandant Sebastian Grün bezifferte den Personalstand auf 49 Aktive, davon fünf Frauen. Im Jahr 2021 bedrängte die Corona-Pandemie die Wehr, denn das neue Löschfahrzeug HLF 20 konnte den Aktiven nur mittels Video-Einweisungen näher gebracht werden. Sieben Brände, 25 Technische Hilfeleistungen und fünf sonstige Alarmierungen resümierte Sebastian Grün für das vergangene Jahr, das waren mit 37 Alarmierungen die meisten im vergangenen Jahrzehnt.

Sebastian Grün vermeldete die Übernahme von Lisa Faber von der Jugend in die aktive Wehr. Er würdigte die Unterstützung durch seinen das Stellvertreter Tobias Watzlik und auch die gute Arbeit, die in der Jugendgruppe geleistet wird. Jugendwart Robin Heckelmann zählte 13 Nachwuchskräfte auf, wobei das weibliche Geschlecht mit neun jungen Damen in der Überzahl ist.

Lob für Kommandanten

Susanne Knof richtete ihre Glückwünsche an Antonia Ruhl und Julia Finger sowie Timo Heckelmann und Marcus Götz, die zu Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern befördert wurden. Sie sah die Wehr mit den beiden Kommandanten bestens geführt und lobte die Einsatzbereitschaft aller Einsatzkräfte zum Wohl der Allgemeinheit.

Werner Freudinger zitierte eine mittlerweile fast zum Standard erhobenen Aussage, dass sich der Vereinsleben vor allen Dingen im Bereich der aktiven Wehr abspiele, was in Obernbreit zutreffend sei. Die Corona-Pandemie ließ nur die Fahrzeugweihe des neuen Löschfahrzeugs zu, auch die Weihnachtsfeier konnte nicht stattfinden, sondern nur eine angemeldete Verlosung. Im kommenden Winter möchte der Verein wieder die Fußballweltmeisterschaft übertragen, das ist aber bislang abzuwarten, schon jetzt freuen sich alle auf das diesjährige Inselfest.

"Die Wehr steht gut im Saft und vereinstechnisch sind wir handlungsfähig", erklärte Werner Freudinger und er sah die Wehr als verlässlichen Partner der Bevölkerung. Robin Heckelmann schilderte als Schriftführer den Jahresverlauf und Kassier Michael Freudinger musste einen Minusbetrag für 2021 ausweisen, was hauptsächlich an den fehlenden Einnahmen aus Veranstaltungen lag.

Katastrophenschutz im Blick

Die Bürgermeisterin sah 15.000 Euro für die Anschaffung von Sandsäcken und weiteren Hilfen für den Hochwasserschutz als gut angelegtes Geld. Sie kündigte die Anschaffung einer Sandsackfüllmaschine an, was auf Ebene der Verwaltungsgemeinschaft erfolgen soll und erläuterte eine Katastrophenschutz-Konzeption, die im Ernstfall greifen soll.

"Es geht tatsächlich los im Juli", verkündete die Bürgermeisterin zur energetischen Sanierung des Feuerwehrgerätehauses mit Installation einer Absauganlage, was bis Oktober erledigt sein soll. Kreisbrandinspektor Patrick Stein erwähnte die gute Zusammenarbeit der Wehr mit der Gemeinde, was nicht überall der Fall sei. "Wir in der Feuerwehr werden uns auf zukünftig mehr Einsätze von Naturereignissen einstellen müssen", gab Stein zu bedenken