Wie aus „Pius“ Jogi wurde
Autor: Von unserem Redaktionsmitglied Wilhelm Roos
, Freitag, 26. Oktober 2012
Wahrsager Mahler. Vorbild Nationalmannschaft. Das Gute im Menschen.
SONNTAG
Peter „Pius“ Mahler arbeitet als Organisationsleiter bei der Überlandzentrale in Lülsfeld. Er könnte auch als Wahrsager sein Geld verdienen, zumindest was die Leistungsmöglichkeit seiner Volkacher Handballerinnen betrifft. Vor dem Derby bei Dettelbach/Bibergau unterhalten wir uns kurz über die Aussichten. Meiner positiven Vorhersage hält er eher eine negative entgegen. Das bei 6:0-Punkten, 65:39-Toren und dem ersten Platz im Vergleich zum Gegner (0:6, 51:68, 10.). Mit der flapsigen Bemerkung, wenn er Recht behalten sollte, würde ich ihn ab sofort Jogi nennen, beenden wir das Gespräch.
Ja, nun, lieber Jogi, warum die 12:13-Niederlage? „Weil einfach nichts gepasst hat. Ein Teil meiner Spielerinnen hat am Nachmittag in Münchberg bereits ein Spiel absolviert. Andere waren beim 'Tag der offenen Tür' einer Bank in Volkach im Einsatz. Dann hat sich meine beste Torschützin und einzige Linkshänderin nach wenigen Spielsekunden am Knie verletzt. Außerdem erwischte unsere Torfrau Katharina Knoppe, ansonsten unser großer Rückhalt, einen schlechten Tag, den ich ihr aber zugestehe.“ Schon war's passiert. Der Gegner habe im Rahmen seiner Möglichkeiten taktisch sehr klug gespielt und verdient gewonnen. „Selbst ein Unentschieden wäre unverdient gewesen“, gesteht der grundehrliche Mahler, ob nun als Pius oder als Jogi.
MONTAG
Wenn man den Begriff „Alter Schwede“ auf keine konkrete Person bezieht, gilt er als Ausdruck des Erstaunens. Da passte der vergangene Dienstag (16. Oktober) voll ins Bild, als die deutsche Fußballnationalmannschaft (Altersdurchschnitt: 25,4) gegen die Schweden (27,1) alt aussah und nach 4:0-Führung noch 4:4 spielte. Weil die Nationalmannschaft Vorbildcharakter auf den Amateurfußball zu haben glaubt, taten es ihr auch manche Vereine unseres Verbreitungsgebietes mehr oder weniger gleich. Beispielsweise der A-Klassist SV Tückelhausen/Hohestadt, der nach 3:0-Führung gegen Gülchsheim II den Ausgleich kassierte, aber doch noch mit 4:3 gewann. Oder der TSV Röttingen, dessen 2:0-Pausenführung zu einer 2:3-Niederlage wurde.
DIENSTAG