Ein 3:0 gegen Ostheim und eine 2:3-Niederlage gegen des TSV Jahn Würzburg reichten, um bei derzeitiger Minuspunkt-Gleichheit vor dem TSV Münnerstadt das Ziel zu überqueren. Letzterer muss am Wochenende noch zwei Spiele gegen Lengfeld II (7.) und Eltmann III (9.) bestreiten, doch würde das TSV-Satzverhältnis im besten aller Fälle +27 lauten, während der VfL Kleinlangheim bereits die Runde mit +30 abschloss.


TSV Ostheim - VfL Kleinlangheim (21:25, 15:25, 19:25).


"Wir hatten Lust am ersten Spiel, denn wir wollten unbedingt Meister werden", kommentierte Stephan Küntzer die Partie beim achtplatzierten Gastgeber TSV Ostheim. Zweieinhalb Stunden hatte sein Team auf den ersten Aufschlag gewartet, da sich zuerst Ostheim und Jahn Würzburg ein Fünf-Satz-Duell (2:3) geliefert hatten. Um 18.30 Uhr flog der erste Kleinlangheimer Ball. "Wir machten kaum Fehler - Block, Angriff und Aufschlag, alles lief perfekt", so der VfL-Spieler. Schnell hieß es 3:0 für den VfL.


VfL Kleinlangheim - TSV Jahn Würzburg 2:3 (25:11, 14:25, 25:12, 18:25, 4:15).


"Nach dem Erfolg gegen Ostheim benötigten wir zu später Stunde nur noch ein oder zwei Sätze gegen Jahn Würzburg, um ganz sicher Meister zu sein, das wussten wir", betonte Küntzer. Dementsprechend machte der VfL Kleinlangheim im ersten Durchgang Druck und siegte klar. "Danach war irgendwie die Luft raus, wir spielten im zweiten Satz unkonzentriert und schlampig in Angriff und Block" - Würzburg glich aus. Im dritten Satz habe Küntzers Oldie-Truppe (der Altersdurchschnitt liegt bei zirka 39, 40 Jahren) eine Gegenreaktion gezeigt. "Als wir den Steller gewechselt hatten - Andreas Schwarz für Matthias Aigner - lief es deutlich besser." 25:12 siegte da der neue Meister. "Statt dranzubleiben, haben wir dann den Anschluss verloren", sagte der Kleinlangheimer. Die Würzburger hätten sich dagegen emotional hochgepuscht, sein Team hätte umso abwesender gewirkt. Nach dem 16:16 in Durchgang vier unterlag der VfL noch mit 18:25. Noch heftiger verlief der Tiebreak. 1:8 hieß es schnell, mit 4:15 ging der Bezirksliga-Aufsteiger baden. "Das hat uns ein bisschen die Meisterfreude verdorben", bekennt Stephan Küntzer. Einfach unnötig sei die Niederlage gewesen. Allerdings führt der Spieler auch den Bayern-München-Effekt an, denn gerade gegen den Spitzenreiter hätten sich alle Teams besonders ins Zeug gelegt. Letzte Saison sei das nicht so gewesen, da Kleinlangheim da noch der Jäger und nicht der Gejagte war. Küntzer blickt aber auch voraus. "Wir rechnen uns aber aus, in der höheren Liga mitspielen zu können."