Abtswinds Kicker müssen den Beweis ihrer Bayernliga-Tauglichkeit noch antreten. Ein Mann aus dem Umfeld hat ihn dagegen schon erbracht.
Hohen Besuch hatten Abtswinds Fußballer beim Landesliga-Spitzenspiel gegen Bayernliga-Absteiger Forchheim. Unter den 300 Zuschauern war auch Helmut Hack. Der Präsident der SpVgg Greuther Fürth und Vizepräsident der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gab sich sympathisch und bescheiden wie man ihn auch bei seinen Auftritten in Funk und Fernsehen erlebt. Hack wohnt im 30 Kilometer entfernten Vestenbergsgreuth und kennt Abtswinds Macher Christoph Mix seit langem. Neben Gewürzen und Tee verbindet das Elixier Fußball die beiden Geschäftsfreunde.
Obwohl Hacks Greuther Fürther Kicker im Profifußball (2. Liga, 8. Platz) beheimatet sind, gilt er als Anwalt der Amateure und setzt sich für die kleinen Vereine ein. „Ich weiß, woher ich komme.“ Für die paar Leute, die es vielleicht noch nicht wissen: Hack wurde 1949 in Vestenbergsgreuth im Steigerwald geboren. Seine Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft und ein Textilgeschäft. Bereits als Kind half er im Geschäft der Eltern aus, mit 16 im Kräutergroßhandel des Onkels Hans Wedel. 1963 begann Hack eine kaufmännische Lehre bei Martin Bauer, zusätzlich absolvierte er via Telekolleg die mittlere Reife. Parallel zu seiner Karriere im Konzern führte Hack den TSV Vestenbergsgreuth bis in die Regionalliga.
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Für Christof Mix und den TSV Abtswind findet der Fußball-Funktionär lobende Worte. Er habe einen Riesen-Respekt dafür, was hier in den letzten fünf bis zehn Jahren geleistet wurde. „Ihr habt Glück, dass hier nicht nur jemand Geld gibt, sondern mit Herz und Seele den Verein lebt.“ Ein Sonderlob verteilt der Gast an den Abtswinder Platzwart. Schließlich war Helmut Hack in Vestenbergsgreuth auch einmal für die Platzpflege zuständig.
Der Abtswinder Verantwortliche heißt Manfred Dratz und pflegt den Sportplatz seit fünf Jahren. Der 71-Jährige ehemalige „gelbe Engel“ beim ADAC ist stolz auf Hacks Urteil. So gesehen ist das Spielfeld bereits das, was die Mannschaft sportlich noch beweisen muss: bayernligareif! Da hat Dratz seine Zweifel. „Ich finde immer wieder etwas, was man verbessern kann“, sagt er und vergisst auch nicht, seinen Helfer zu erwähnen: Friedrich Senft.