Dominik Karl Schnellster in Karlstadt
Autor: fe
, Mittwoch, 18. Januar 2012
Ochsenfurter gewinnt 22. Auflage des Karlstadter Staustufenlaufs
Ein Fußballer und eine Radfahrerin zeigten den Läuferinnen und Läufern beim 22. Sparkassen-Staustufenlauf in Karlstadt, wie man schnell läuft. Der 20-jährige Felix Zöller vom Wernecker Spirit4-Team führte über 7,5 Kilometer beim so genannten „halben“ Staustufenlauf die Männerriege ebenso an der Nase herum, wie die 33-jährige Katrin Volk von der RSG Würzburg über die 15 Kilometer lange Original-Staustufenlauf-Distanz.
„Ich bin einfach drauf los gelaufen, trainiert habe ich nicht eigens hierfür, und ich muss schnell wieder weg, weil ich noch zum Fußball muss“, meinte Zöller im Ziel nach 25:47 Minuten. Er berichtete noch kurz, dass er „eigentlich alles ein bisschen betreibe, ein bisschen Fitness und ein bisschen Fußball spielen“. Da hatten Alexander Rüb (LG Bamberg) als Zweiter in 26:06 Minuten und der oftmalige Staustufenlauf-Sieger Carsten Schmidt (LG Haßberge) in 26:09 Minuten sprichwörtlich das Nachsehen.
„Ich muss schnell wieder weg, weil ich noch zum Fußball muss.“Felix Zöller nach seinem Sieg über die 7,5-Kilometer-Distanz
Hingegen etatmäßig setzte sich in der Konkurrenz über 15 Kilometer der Männer der favorisierte Ochsenfurter Dominik Karl durch. Aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe zur Wende, die aus seinen beiden Vereinskameraden Manuel Fössel und Christian Dürr sowie dem Spirit4-Coach Steffen Hümmer und dem Gössenheimer Marco Haas bestand, entwich der Youngster etwa bei Kilometer zehn der Spitzengruppe und lief sich in 53:08 Minuten einen deutlichen Vorsprung heraus. 33 Sekunden später folgte Fössel, 16 Sekunden danach Dürr, die somit den Dreifach-Triumph des TV Ochsenfurt komplett machten.
„Ich habe meinen Namen einfach umgesetzt: Karl siegt in Karlstadt“, so der ebenfalls erst 20-jährige mehrfache bayerische Jugend- und Juniorenmeister. „Es war heute optimal zu laufen bei diesem herrlichen Wetter“, meinte er trotz der niedrigen Temperaturen.
Während sich die Männer im Zielbereich mit heißem Tee aufwärmten, richteten sich alle Blicke auf die schnellsten Frauen. Nicht ganz überraschend zeigte wieder einmal eine Radsportlerin den Läuferinnen die Hacken. Regina Volk stürmte enthusiastisch nach 62:27 Minuten über die Ziellinie und lag damit knapp 30 Sekunden vor der ersten „Läuferin“, Sibylle Böhm vom TV Ochsenfurt. Auf Rang drei folgte dann mit Lisa Pfeuffer von der DJK Gänheim in 64:43 Minuten die schnellste Main-Spessarterin.
Wie groß die Leistungspalette bei der 22. Auflage des Sparkassen-Staustufenlaufes war, zeigt ein Blick in die Ergebnisliste. Nach 1:35:21 Stunden lief Uschi Banner aus Eltmann zusammen mit ihrem Ehemann Richard über die Ziellinie. Während der 51-Jährige locker und freudestrahlend seine Gattin ins Ziel begleitete, standen der gleichaltrigen Ehefrau die Anstrengungen ins Gesicht geschrieben: „Nee, das braucht man nicht jeden Tag“, meinte sie tief schnaufend, während der heißen Tee reichende Gatte mit einem freundschaftlichen Klaps auf den Rücken sagte: „Gleich wird es wieder schön!“