Spione sichten alles: Hüttemer Kirchweihpredigt deckt auf
Autor: Sabine Berthold
Hüttenheim, Montag, 09. Sept. 2019
Vier Tage wird in Hüttenheim Kirchweih gefeiert. Als Höhepunkt fand am Sonntag der traditionelle Umzug mit der darauffolgenden Kerwapredigt statt.
Vier Tage wird in Hüttenheim Kirchweih gefeiert. Als Höhepunkt fand am Sonntag der traditionelle Umzug mit der darauffolgenden Kerwapredigt statt. Auf der Runde durch den Ort konnten die Zuschauer auf den ausgeschmückten Wagen so manches Missgeschick bestaunen, das ihren Mitbürgern im letzten Jahr widerfahren war. Vom Wagen der Weinprinzessin Theresa Bruder wurde der gute Rebensaft vom Tannenberg ausgeschenkt, den die Mädchen im bunten Dirndl an die Gäste verteilten und mit ihnen auf die Kerm anstießen.
Manche Episode, die die Kirchweihprediger Michael Stich und Noah Helbig vortrugen, hatte sich bei den Einheimischen noch gar nicht rumgesprochen. Aber nun kam es auf den Tisch, ob die Geschichte vom Brandstifter, der beim Schweißen seinen Stapler in Brand setzte oder die vom Grünfinger, der beim Träubelspritzen aus der Zeile kam und dabei nahmen die Prediger kein Blatt vor den Mund. Auf 65 Seiten konnte dann alles haarklein in der Kirchweihzeitung nachgelesen werden.
Traditionelles Fußballspiel
Anschließend versammelten sich die Hüttenheimer auf dem Sportplatz, wo das traditionelle Fußballspiel ausgetragen wurde.
Nachdem die Kerm in Form eines Bierfasses am Freitag unter großem Hallo von den Ortsburschen ausgegraben wurde, wurde sie am Montag wieder feierlich und beim Verbrauch vieler Taschentücher zu Grabe getragen.
Während der Kirchweih fand eine weitere Aktion statt. Gegen einen kleinen Obolus durfte, wer mochte, ins Röhrchen blasen und seinen Blutalkohol oder Restalkohol messen lassen. Der Erlös kommt dem Verein fasd zu gute, der sich um Kinder mit vorgeburtlichen Schädigungen durch Alkohol kümmert.