Druckartikel: SPD-Kreis-Chef Robert Finster zur JU-Kritik: Aufgeschlossen für autonomes Fahren

SPD-Kreis-Chef Robert Finster zur JU-Kritik: Aufgeschlossen für autonomes Fahren


Autor: Frank Weichhan

Kitzingen, Sonntag, 11. Sept. 2022

Nachdem die Junge Union in einer Presseerklärung dem Kitzinger Kreistag eine "Blockadehaltung" vorgeworfen hatte, was die Suche nach einer alternativen Trassennutzung für die ehemalige Steigerwaldbahn anbelangt, erreichte die Redaktion dazu eine Stellungnahme von Robert Finster, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion. Darin verwehrt sich Finster gegen die Vorwürfe und mahnt mehr Ernsthaftigkeit in der politischen Auseinandersetzung an. Seiner Meinung nach solle sich die JU, bevor sie sich öffentlich äußere, erst einmal "über den aktuellen Sachstand und Zuständigkeiten des Kreistages" informieren. Dies habe "die eifrige JU offensichtlich unterlassen".
Was wird aus der Trasse der Steigerwaldbahn? Um die künftige Nutzung wird gerungen. Aktuell gibt es einen Schlagabtausch zwischen der Jungen Union und SPD-Kreis-Chef Robert Finster im Landkreis Kitzingen.


Nachdem die Junge Union in einer Presseerklärung dem Kitzinger Kreistag eine "Blockadehaltung" vorgeworfen hatte, was die Suche nach einer alternativen Trassennutzung für die ehemalige Steigerwaldbahn anbelangt, erreichte die Redaktion dazu eine Stellungnahme von Robert Finster, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion. Darin verwehrt sich Finster gegen die Vorwürfe und mahnt mehr Ernsthaftigkeit in der politischen Auseinandersetzung an. Seiner Meinung nach solle sich die JU, bevor sie sich öffentlich äußere, erst einmal "über den aktuellen Sachstand und Zuständigkeiten des Kreistages" informieren. Dies habe "die eifrige JU offensichtlich unterlassen".

Wie Finster weiter schreibt, sei der Landkreis Kitzingen "nicht für die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie von selbstfahrenden Shuttles als fahrerlose Transportfahrzeuge im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes zuständig". 

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Finster betont, dass sich "die  Reaktivierungskriterien im Sinne eines attraktiven Schienenverkehr im ländlichen Raum entscheidend verändert" hätten. Dies sei der Grund gewesen, weshalb SPD und Grüne bei der Kreistagssitzung im Dezember 2021 beantragt hätten, "den Reaktivierungsbeschluss  des Kreistages Kitzingen vom 9. Dezember 2019  vorerst nicht aufzuheben". Für diesen Antrag hätten "auch Kolleginnen und Kollegen der CSU–Fraktion gestimmt". Weiter heißt es: "Die Beibehaltung des  Reaktivierungsbeschlusses ist eine Garantie dafür, dass die Gesamtheit der Strecke erhalten bleibt und  eben nicht  durch ein offensichtlich  vorhandenes Eigeninteresse der Anliegergemeinden zerstückelt wird."

Finanzierung nicht vom Landkreis

Für sich nimmt Finster in Anspruch, dass er gegenüber "einem autonomen System, wie z. B. in Kitzingen angedacht, durchaus aufgeschlossen" sei. Abschließend heißt es in seiner Stellungnahme: "Aber es erschließt sich mir nicht, warum mit Steuergeldern die Entwicklungskosten für ein für diese Strecke offensichtlich untaugliches autonomes Projekt, zum Vorteil eines Konzerns, von den Landkreisen finanziert werden soll."