Seinsheim: 60 000 Euro für schwerkranke Kinder in 25 Jahren
Autor: Gerhard Krämer
Seinsheim, Sonntag, 17. Januar 2021
Vieles hat Corona zum Erliegen gebracht. Auch in der Marktgemeinde Seinsheim. Doch eines ruht nicht: das Engagement für die schwerstbehinderten Kinder der Station "Tanzbär" der Kinderklinik am Mönchberg in Würzburg. 4060 Euro übergab Organisatorin Elfi Gebhardt nun an Simon Kuttenkeuler, Vorsitzender des Fördervereins Kinderklinik. Es war die 25. Spendenübergabe, mit der die Gesamtsumme von 60 060 Euro erreicht wurde.
Vieles hat Corona zum Erliegen gebracht. Auch in der Marktgemeinde Seinsheim. Doch eines ruht nicht: das Engagement für die schwerstbehinderten Kinder der Station "Tanzbär" der Kinderklinik am Mönchberg in Würzburg. 4060 Euro übergab Organisatorin Elfi Gebhardt nun an Simon Kuttenkeuler, Vorsitzender des Fördervereins Kinderklinik. Es war die 25. Spendenübergabe, mit der die Gesamtsumme von 60 060 Euro erreicht wurde.
"Eine tolle Geschichte, wie aus einem Funken ein Feuer geworden ist, das einen Riesenschein wirft", hatte Simon Kuttenkeuler vor einigen Jahren gesagt, als er in der Seinsheimer Pfarrkirche St. Peter und Paul wieder eine Spende entgegennehmen konnte. Die Geschichte ging weiter. Mit der 25. Spendenübergabe ging auch der Wunsch von Elfi Gebhardt (65) in Erfüllung. Sie hatte sich im vergangenen Jahr gewünscht, dass beim 25. Weihnachtsmarkt im Dezember 2020 die 60 000 Euro-Marke geknackt werden kann. Mit 1111 D-Mark hatte es im Jahr 1997 begonnen.
1#googleAds#100x100Jüngste Spenderin war 11 Jahre alt
Der Weihnachtsmarkt, den normalerweise der Kirchgadenverein veranstaltet, ist eng mit der Spendenaktion verbunden. Seit es diesen gibt, gibt es auch das Engagement für die Kinder in der Klinik. Als es mit dem Seinsheimer Weihnachtsmarkt losging, entstand auch die Idee, etwas für einen guten Zweck zu tun. Im ersten Jahr gab es laut Initiatorin Elfi Gebhardt eine Spende für die Station "Regenbogen". Dann hörte ihr Mann Hermann (68) im Radio von der Station Tanzbär, die dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen sei. Seitdem fließen dorthin die Spenden.
Von Anfang an seien die Ministranten und Ministrantinnen dabei gewesen, ebenso der Frauenbund. Und die damalige Gymnastikgruppe, erinnert sich Elfi Gebhardt. Aus Seinsheim und Umgebung unterstützen viele Privatpersonen, Vereine, Weinstuben und Firmen die Aktion. Die jüngste Spenderin war dieses Mal elf Jahre alt, die älteste 90. Für Elfi Gebhardt ein schönes Zeichen, wie breit verwurzelt die Sache ist. Nach einem Aufruf durfte die 65-Jährige alle Tage "Briefle aus dem Briefkasten" holen. Inhalt: eine Spende für die Aktion und Weihnachtswünsche für sie, was sie besonders gefreut hat.
Viele Spendenaktionen mussten ausfallen
"Ich habe diesmal nicht mit einem Anruf gerechnet", gibt Simon Kuttenkeuler zu. Um so mehr freute er sich über die Spende aus Seinsheim, denn viele andere Aktionen, deren Erlös der Kinderklinik normalerweise zugute gekommen wäre, seien wegen Corona ausgefallen.
Kuttenkeuler, der seit 2005 nach Seinsheim kommt, würdigte das Engagement der Familie Gebhardt. Sie sei "Außenbotschafter der Kinderklinik in Seinsheim". Elfi und Hermann Gebhardt denken auch noch nicht ans Aufhören: "Solange wir gesund sind sind…", sagen beide. Stärken dürfen sie sich bei einem Gläschen Sekt, denn den hatte Kuttenkeuler als Dankeschön mitgebracht.
Neben der Geldspende, die erstmals bargeldlos stattfand, bekommt die Frühgeborenenstation wieder die begehrten Frühchenschühchen. Seit neun Jahren strickt diese Maria Rünagel, die Anzahl entsprechend der Spendenjahre. Heuer also 25 Stück, womit es insgesamt 189 Paar sind. Zusätzlich gab es 24 Quallen für die Frühchen-Station.