Vor allem Verkehrs- und Bauangelegenheiten prägten die jüngste Ratssitzung in Mainstockheim. Dazu gab es noch eine Ehrung und Beschwerden über die Presseberichterstattung.

Eine "ganz besondere Ehrung" kündigte Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs gleich zu Beginn der Sitzung an, wovon auch ein Blumenstrauß auf seinem Tisch kündete. Und eigentlich hätte er die Ehrung gerne im regulären Sitzungssaal und nicht in der etwas kahlen Turnhalle durchgeführt, sagte Fuchs, als er auf Sabine Fuchs zuging und ihr für 25 Jahre Tätigkeit als Gemeinderätin den Blumenstrauß überreichte. "Die Überraschung ist Dir gelungen", konterte Sabine Fuchs und versprach, wenn dies wieder möglich ist, die Ratskollegen zum Imbiss einzuladen.

Ob die Gemeinde mit der Berichterstattung der Presse aus den Ratssitzungen zufrieden sei, so die Frage eines Bürgers ebenfalls zu Sitzungsbeginn, aus anderen Gemeinden würde da ausführlicher berichtet. Natürlich könnte es immer mehr sein, so der Bürgermeister, bislang habe er aber nichts Gravierendes vermisst.

Und so wird es wohl auch diesmal sein, als es dann in der Ratssitzung um gleich drei Bauvorhaben ging, die von den Räten nach kurzer Betrachtung der Pläne problemlos durchgewinkt wurden. Allen drei gemeinsam: Es sind keine Neubauten im Baugebiet, sondern Sanierungen oder Erweiterungen mitten im Ort und somit auch keine Versiegelungen von Außenflächen.

Radarmessfahrzeug am Winzerhof

Erfreut zeigten sich die Räte über ein Angebot von Dieter Burrlein, der den Parkplatz seines Winzerhofs als Standort für das Radarmessfahrzeug zur Verfügung stellen möchte. Einzige Hürde: Der Standort muss von der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde am Landratsamt bei einem Ortstermin genehmigt werden.

Heftig im Rat diskutiert wurde ein weiterer Antrag Burrleins und etlicher Anlieger am Ortsausgang in Richtung Dettelbach in beide Fahrtrichtungen je ein Geschwindigkeitsmessgerät fest zu installieren. Ein mobiles Gerät hier habe gezeigt, dass die gefahrene Geschwindigkeit niedriger wurde. Zwei dieser Geräte für wechselnde Standorte hat die Gemeinde, die hatten etwa 7000 Euro gekostet. Der Bürgermeister hätte lieber ein drittes und viertes mobiles Messgerät, fest installierte Anzeigetafeln würden auch an anderen Stellen im Ort gefordert. Am Ende wurde der Antrag mit 5:8 Stimmen abgelehnt. Allerdings soll das Thema bei der Besprechung zum Blitzerstandort thematisiert werden.

Tempo 30 im Bereich Schneeberg/Mühlweg

Schon in der Junisitzung diskutierten die Räte heftig über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h auf einem kurzen Wegstück zum Häckselplatz im Bereich Schneeberg/Mühlweg der SPD-Fraktion. Zwischen "da kann gar nicht schneller als 30 gefahren werden" und "dort wird zwischen 80 und 100 gerast" reichten die Meinungen. Am Ende stand der Beschluss bei 9:4 Stimmen, die Schilder aufzustellen.

Weitere Themen im Gemeinderat:

- Noch tritt die Gemeinde einem "Car-Sharing"-Angebot einer Firma nicht näher, vielleicht künftig einmal.

- Der Antrag eines Bürgers auf Erhöhung der Hundesteuer wurde auf die Haushaltsberatung vertagt.

- "Ratten im Kanal gibt es nur, wenn de Leute ihre Abfälle über den Kanal entsorgen", so die Aussage des Bürgermeisters, als er verkündete, dass es künftig neue Wege der Rattenbekämpfung geben wird.

- Dreimal hatte es in zwei Wochen Wasser im Keller eines Anwesens im Gebiet Wunn 1 gegeben. Die Gemeinde versucht Abhilfe mit einem kleinen Entlastungskanal zu schaffen.

- In abgespeckter Form, ähnlich wie im vergangenen Jahr, wird auch heuer die Kirchweih in Mainstockheim gefeiert.