Planungen für Neubaugebiet und Schleifweg stehen
Autor: Bearbeitet von Winfried Worschech
Kleinlangheim, Mittwoch, 16. Januar 2019
Einige Großprojekte stehen in diesem Jahr auf der Agenda des Marktes Kleinlangheim.
Einige Großprojekte stehen in diesem Jahr auf der Agenda des Marktes Kleinlangheim. Dazu gehören die Erschließung des Baugebiets Am Graben südlich der Straße nach Großlangheim und die Sanierung des Schleifwegs in puncto Kanal und Wasserleitung samt anschließendem Straßenneubau. Das Ratsgremium sorgte in der Sitzung am Dienstagabend einstimmig dafür, dass beide Vorhaben auf den Weg gebracht werden können.
"Es wird vom Schleifweg nach Kanal- und Wasserleitungsneubau nichts übrig bleiben, weshalb auch ein Straßenneubau notwendig wird", erklärte Thomas Glückert vom Planungsbüro Glückert TIG. Sein Mitarbeiter Tobias Schramm nannte als Grund für die Baumaßnahmen das Fremdwasser, das beseitigt werden müsse, weshalb ein Regenwasser- und ein Mischwasserkanal installiert werden müssen, "das Regen- und Fremdwasser wird dann in den Gründleinsbach abgeleitet". Der Mischwasserkanal mit 80 Zentimetern Durchmesser dient auch als Stauraum. Im Zuge des Baus der neuen Wasserleitung wird auch die Gasleitung neu verlegt. Da der Regenwasserkanal ziemlich hoch angelegt wird, schlug Bürgermeisterin Gerlinde Stier eine Anliegerversammlung vor, "um zu einer Lösung bei der Fremdwasserbeseitigung zu kommen". Willi Köhler regte eine beidseitige Rohrverlegung für die Breitbandversorgung vor, um keine Querungen zu bekommen, was allgemeine Zustimmung fand.
1#googleAds#100x100Beim Straßenbau stellte Schramm drei Varianten vor, wobei sich das Ratsgremium einstimmig für die Version mit einer 5,50 Meter breiten Straße und einem gepflasterten Gehweg auf der Nordseite entschied. Angesprochen wurde die Problematik für landwirtschaftliche Fuhrwerke, wenn neben dem Gehweg geparkt werde. Da hofft man aber auf die Vernunft der Autofahrer. Die Gesamtkosten bezifferte Schramm auf rund 710 000 Euro, wozu noch die Planungskosten von etwa 77 000 Euro kommen. Als weitere Schritte folgen nun die endgültige Planung und die Ausschreibung "und wenn alles gut läuft, müsste der Baubeginn nach den Sommerferien starten", erklärte Glückert.
Zum Baugebiet Am Graben erläuterte Schramm wesentliche Punkte zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung , "wobei der Entwurf ziemlich fertig ist". Das Baugebiet wird 33 Grundstücke mit einer durchschnittlichen Größe von rund 760 Quadratmetern, einen Lärmschutzwall entlang der Straße und ein Regenrückhaltebecken in der Südostecke erhalten. Erweiterungsmöglichkeit besteht südwestlich des Baugeländes. Die Kreuzungsbereiche werden gepflastert und entlang der Straße sind wechselseitige Parkmöglichkeiten eingeplant, auf Höhe der Einfahrt ein Kinderspielplatz. Bei einer Gegenstimme entschied sich die Ratsrunde dafür, für die Wasserrinnen Betonsteine und für die Randsteine Granit zu verwenden.
Aufgrund der hydraulischen Berechnung werden ein Regen- und ein Schmutzwasserkanal verlegt und das Regen- und Oberflächenwasser wird über den Schleifweg zum Gründleinsbach abgeführt. Der Schmutzwasserkanal hat 3,30 Meter Mindesttiefe, um die Keller entwässern zu können. Für die Wasserleitung gibt es einen Ringschluss und die Weiterleitung zum Schleifweg. Wegen der Linksabbiegespur in das Baugebiet habe es etliche Gespräche mit der Straßenbaubehörde gegeben, berichtete Schramm. "Es wurde alles berücksichtigt und mit dem Straßenbauamt abgestimmt, was inklusive Querungshilfe erforderlich war", erklärte Glückert dazu. Nun werde der Plan zur Genehmigung eingereicht, kündigte er als nächsten Schritt an.