Parteinotiz: Regierungsparteien gegen Tierschutz
Autor: Bearbeitet von Andreas Knappe
Kitzingen, Montag, 28. Januar 2019
Landwirtschaften mit Nutztieren sollten regelmäßiger und unangekündigt kontrolliert werden – mindestens einmal in drei Jahren.
Landwirtschaften mit Nutztieren sollten regelmäßiger und unangekündigt kontrolliert werden – mindestens einmal in drei Jahren. Das forderte ein Tierschützer in einer Petition an den Bayerischen Landtag.
„Diese Petition kann ich nur unterstütze“, zitiert eine Pressemitteilung Christian Klingen, AfD-Abgeordneter und Mitglied im Umweltausschuss. Und weiter: „Ich weiß aus meiner vorherigen beruflichen Tätigkeit, dass die Bedingungen von Versuchstieren in universitären Tierhaltungen meistens sogar mehrmals im Jahr kontrolliert werden. Da hat es auch nie an Personal gefehlt!“
Laut Antragsteller sei diese engmaschige Überwachung bei Nutztieren nicht der Fall: In landwirtschaftlichen und anderen Tierhaltungsbetrieben würde im statistischen Extremfall nur alle 48 Jahren eine Kontrolle stattfinden. Eine Mitarbeiterin des Ministeriums musste diese Zahl vor dem Ausschuss korrigieren: Tatsächlich würden pro Jahr nur 1 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe auf die vorschriftsmäßige Haltung ihrer Nutztiere überprüft.
Für AfD-Politiker Klingen unhaltbare Zustände: „Das bedeutet, dass eine Inspektion statistisch gesehen nur einmal in hundert Jahren vorkommt!“ Trotzdem: Die Regierungsparteien aus CSU und Freie Wähler lehnten dieses „Mehr“ an Tierschutz ab!