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Parteinotiz: Jetzt Fokus auf Stadtbus und Radwegenetz legen


Autor: Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

Kitzingen, Dienstag, 08. Dezember 2020

Die Schließung der zentralen Tiefgarage in der Kitzinger Herrnstraße ist ein weiterer Pfeil ins Herz der Innenstadt. Selbst wenn die Kündigung des Vertrags aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehbar sei, könne dies nicht ohne Konsequenzen bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung der Kitzinger Grünen.
Eva Trapp und Christa Büttner, Sprecherinnen des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen, fordern Konsequenzen auf die bevorstehende Schließung der zentralen Tiefgarage in der Herrnstraße.


Die Schließung der zentralen Tiefgarage in der Kitzinger Herrnstraße ist ein weiterer Pfeil ins Herz der Innenstadt. Selbst wenn die Kündigung des Vertrags aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehbar sei, könne dies nicht ohne Konsequenzen bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung der Kitzinger Grünen.

Der Ortsverein Bündnis 90/Die Grünen appelliert an die Stadtverwaltung, den Parkraum zu erhalten und endlich ein Verkehrs-Konzept mit Alternativen zum Pkw-Individualverkehr zu schaffen: Kitzingen braucht einen innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehr in Form eines gut getakteten Stadtbusses, der die Ortsteile mit der Innenstadt verbindet. Flankierend muss das Radewegenetz ausgebaut werden.

Der zusätzliche Wegfall von 144 Parkplätzen zum Jahresende wird die Kitzinger Parkplatznot nochmals erheblich vergrößern. Grünen-Vorstands-Sprecherin Christa Büttner: „Auch wenn man den Wegfall von 60 Parkplätzen im Schwalbenhof (erstmal) noch verhindern konnte: In den letzten Jahren sind nach unseren Recherchen in der Kitzinger Innenstadt im Bereich B8 –Hindenburgring – Nordbrücke bereits 104 Parkplätze ersatzlos weggefallen. Rechnet man die 144 Stellplätze des Parkhauses dazu, sprechen wir von knapp 250 Parkplätzen. Die kann man nicht einfach ersatzlos streichen ohne Gegenmaßnahmen.“

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Der Parkplatzabbau begann mit dem Ausbau des Main-Kais für die Hotelschiffe und ist keineswegs beendet. Im ehemaligen Kaufhaus Storg werden 30 Wohnungen gebaut – doch Parkplätze können dazu nicht angeboten werden. Weitere Parkplätze werden mit dem Hotelneubau am Main verschwinden, die Hotelgäste sollen in der Tiefgarage der Feuerwehr parken. Wo aber parken die Anwohner und einkaufswilligen Bürgern?

Vor dem Hintergrund dringend notwendiger Flächenentsiegelung und Schaffung von mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt befürworten die Grünen prinzipiell Parkplätze unterhalb der Erde oder in der Höhe, also Tiefgaragen beziehungsweise mehrgeschossige Parkdecks. Die Ertüchtigung des bereits vorhandenen Parkraumes in der Herrnstraße sollte durchgeführt werden, anstatt eine Bauruine zu schaffen, für die es schwerlich eine Nachnutzung geben kann. Das wäre nachhaltig und in die Zukunft gedacht.

Büttners Co-Sprecherin Eva Trapp erklärt: "Die Stadt hatte vor ein bis zwei Jahren die Chance, durch den Bau eines zweigeschossigen Parkdecks am Kitzinger Bahnhof mehr als 100 zusätzliche Stellplätze zu schaffen. Diese Chance wurde nicht wahrgenommen. Wenn die Stadt jetzt für zwei bis drei Millionen Euro den abgelegenen Schotterparkplatz am Bleichwasen befestigen lässt, wird kein einziger Stellplatz zusätzlich geschaffen und während der Ertüchtigung des Platzes fallen auch diese Plätze weg.“