Onkel Willi unterwegs: Die vergessene Nabelschnur
Autor: Dagmar Ungerer-Brams
, Freitag, 25. Sept. 2015
Warum hat der Froschreiter seine Nabelschnur am alten Standort vergessen? Eine Frage, die sich Onkel Willi bei seinem Rundgang durch die Stadt stellt.
Warum hat der Froschreiter seine Nabelschnur am alten Standort vergessen? Da wurde „Der Froschreiter“ umgesetzt auf einen neuen Platz. Aber am alten Standort neben der Tourist-Information ist sowohl der Sockel als auch der Schlauch für die Wasserzuleitung übrig geblieben, dies nun schon seit rund zwei Monaten. Die vergessene „Nabelschnur“ regt Besucher zu den merkwürdigsten Fragen an, zum Beispiel: „Was kommt denn da raus, wenn was rauskommt?“ Liebesschlösser auf der Alten Brücke und viele an der Brücke über den Bimbach erzeugen Aufmerksamkeit. Aber letztlich ist das ja ein internationaler Brauch. Auch in Wien, Rom und Paris kann man diese Liebesbeweise finden. In Paris soll ein Brückengeländer unter dem Gewicht der metallenen Liebeserklärungen gebrochen sein. Kitzingen will da nicht nachstehen und macht mit, aber hoffentlich ohne Schäden an den Brücken. Die neuen Outdoor-Fitness-Geräte im Gartenschaugelände sind eine wahre Bereicherung zur Gesunderhaltung der Besucher. Dass die Schilder mit den Gebrauchsanweisungen in Englisch sind, zeigt unser internationales Flair. Nur gut, dass auch bebilderte Hinweise da sind, sonst könnten nicht der englischen Sprache mächtige Besucher nur raten, was sie an den Geräten machen sollen.
Noch ein Blick in unsere Zeitung: Kürzlich wurde ja die „Pflege eines alten Brauches“ zur „Pflege des Bauches“ gemacht. – Wochen vorher gab es aber schon mal so einen netten Schreibfehler: Laut Bericht wurde eine Bank an der Mainschleife entwendet, obwohl sie angeblich mit dem Fundamt verschraubt war. Es wäre anzunehmen, dass sie wahrscheinlich mit dem Fundament verschraubt war. Aber vielleicht ist ja das Fundament im Fundamt . . . .
Viele Schaufensterpuppen haben in alter Tradition wie lebendige Menschen alle Glieder und auch einen Kopf. In letzter Zeit nehmen die Dekorationsfiguren immer mehr das Aussehen von Kopflosen an, was Betrachter manchmal zu der Frage reizt, ob das Politiker sind. Der Blumenschmuck in Kitzingen ist eine Pracht. Unseren Gästen fällt das immer wieder auf. Viele können es nicht fassen, dass das mit der Gartenschau von 2011 kaum mehr was zu tun hat, sondern dem Fleiß unserer Stadtgärtner entspringt. Das Rathaus, der Kiliansbrunnen und die vielen Geranien an den Brückenlampen werden ständig bewundert und fotografiert. Man kann wirklich sagen, dass Kitzingen jährlich aufblüht. Noch ein Hinweis: Im nördlichen Gartenschaugelände das Treiben auf den Spielplätzen bei gutem Wetter zu beobachten, ist eine helle Freude! Wie diese Anlagen positiv von Jung und Alt angenommen werden, kann begeistern.
Ein buntes Treiben an allen Geräten ist schöner als jeder Fernsehfilm. Ein Lob hierfür den Verantwortlichen in der Stadt, den Stadtgärtnern und dem Bauhof.
Einmal im Monat spaziert Gästeführer Willi Hertlein – auch bekannt als Onkel Willi – für uns durch Kitzingen. Was ihm da so alles auffällt, erzählt er in loser Folge an dieser Stelle.