Neue TraumRunden durch den Landkreis
Autor: Harald Meyer
Kitzingen, Freitag, 03. Februar 2017
Darauf dürften viele Wanderfans gewartet haben: Die TraumRunden bekommen Verstärkung. Sechs neue Strecken sind geplant - aber nicht jede Gemeinde kann mitmachen.
Die „Wanderglück“-Broschüre ist ein Bestseller, die von ihr beschriebenen acht TraumRunden im Landkreis Kitzingen sind ein Riesenerfolg. Das hat die Macher im Landratsamt bestärkt, das im Mai 2015 gestartete Projekt auszuweiten.
Sechs neue Touren seien eingeplant, sagt Simone Göbel vom Regionalmanagement. Noch ein Fragezeichen steht über dem Starttermin. Angedacht ist der September.
Noch ein paar Hürden
Worauf sich die Wanderer im Herbst freuen dürfen, sind neue Rundtouren in Geiselwind, Dornheim, Markt Einersheim, Kitzingen/Sulzfeld, Marktbreit/Obernbreit und eine zweite Strecke in Dettelbach. Die Rundwege bekommen aber erst ihre Markierungen, wenn die Prüfung durch den Naturschutz abgearbeitet ist und die Mitfinanzierung durch das europäische Förderprogramm Leader gesichert ist. Bis April müssen die Anträge gestellt sein.
1#googleAds#100x100Wenn die Geldspritze sicher ist und die letzten Abstimmungen auch mit den Kommunen positiv abgeschlossen werden, geht's laut Göbel an die Verwirklichung. Die Wege kriegen Wegweiser, Markierungen, Infotafeln und Bänke. Und natürlich neues Infomaterial. Die alte Broschüre, die in weit über 10 000 Exemplaren unters Wandervolk kam und fast vergriffen ist, wird in diesem Jahr neu aufgelegt.
Downloads für spontane Wanderer
Die sechs zusätzlichen TraumRunden können auch von den Internetseiten des Landratsamts heruntergeladen werden (Tourismus anklicken). Spontan-Wanderer haben hier mit gut 6600 Downloads ihre Spuren hinterlassen. Und: Die bisherigen Touren mit insgesamt 79,6 Kilometern haben nicht nur Wanderer aus dem Kreis begeistert. Laut Göbel gab es eine hohe Nachfrage im Umkreis von 75 Kilometern und dazu „Anfragen aus ganz Deutschland“.
Begehrt sind die TraumRunden auch bei vielen Gemeinden. Allerdings fiel da mancher kommunale Bewerber für eine eigene Tour durch. Der Grund sind die Qualitätsmerkmale, die für die Marke TraumRunde stehen: Mindestens 35 Prozent der Runde müssen einen „naturnahen Untergrund“ haben, alle zwei Kilometer ein Natur- oder Kulturdenkmal den Geher begrüßen und die Asphaltstrecken sollen 30 Prozent der Tour nicht überschreiten.
Top-Zustand ist ein Muss
Die Anforderungen an das Streckenprofil haben schon mit den acht Startstrecken eine klare Vorgabe: „Wo TraumRunden draufsteht, soll auch annähernd eine drin sein“. Und weil das Angebot auch touristisch vermarktet wird, sind die Pflege und der Erhalt der Strecken in einem „Top-Zustand“ ein Muss. Um die Pflege kümmern sich die bisher rund 15 Wegewarte, die vom Landratsamt geschult werden. Die Truppe wird Verstärkung erhalten, wenn der Weg für die neuen TraumRunden frei ist.