Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses und des neuen Kindergartens ist das Projekt, das seit dem vergangenen Jahr den Willanzheimer Gemeinderat im Ortsteil Hüttenheim am meisten beschäftigt. In der Ratssitzung befand das Gremium, dass das Gebäude für die Bürger keinen anderen Namen bekommen soll, sondern der Arbeitstitel Dorfgemeinschaftshaus beibehalten wird.

Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert informierte ihre Ratskollegen, dass derzeit die Trockenbauer am Werk sind und die Heizung kurz vor der Inbetriebnahme steht. Im Februar werden in dem Holzbauweise-Gebäude dann die Holzdecken montiert. Inzwischen ist auch der Außenputz mit dem Anstrich erledigt, das Gebäude bekam eine gelbe Außenfarbe. "Die Vergaben haben sich alle im finanziellen Rahmen bewegt", erklärte die Bürgermeisterin, und auch zeitlich liegt die Baustelle im Soll.

Barrierefreie Toiletten

Auf der Zielgerade befindet sich die Teilsanierung der Marktschänke in Markt Herrnsheim. Der Wirtschaftstrakt ist bereits abgearbeitet, was bei der Außenansicht die neuen Fenster veranschaulichen. Das umgestaltete Foyer wurde optisch merklich aufgewertet, und jetzt steht auch eine barrierefreie Toilettenanlage zur Verfügung. Im Saal gibt es noch Restarbeiten und kleinere Sachen nach der Abnahme verschiedener Gewerke abzuarbeiten.

Da wegen der Corona-Pandemie keine Veranstaltungen stattfinden durften, hatten die Baufirmen nicht unter Termindruck gestanden. Für das Projekt waren 350 000 Euro im Haushalt eingestellt worden. Ingrid Reifenscheid-Eckert gab sich zuversichtlich, dass es keine großen Kostensteigerungen geben wird. Das könne bis dato aber nicht definitiv festgestellt werden, da von den Baufirmen bislang kaum Endrechnungen vorliegen.

Lob für schnellen Einsatz

Die Gemeinde war im Dezember von jeweils einem Wasserrohrbruch in Willanzheim und Markt Herrnsheim betroffen. Die Bürgermeisterin lobte die Firmen Kitzinger Licht-, Kraft-Wasserwerke und Rank Bau für ihren raschen Einsatz, sogar noch an Heiligabend. Damit wurde verhindert, dass die Schäden noch größer geworden wären und weitere Wasserverluste abgewendet. Alleine wegen des Rohrbruchs in Willanzheim hatte es einen Wasserverlust von knapp 10 000 Litern pro Tag gegeben.