Vom Samenkorn zum Gemüse-Star
Autor: Daniela Röllinger
Kitzingen, Mittwoch, 21. März 2018
Die Temperaturen steigen langsam wieder - und damit naht die Gartenzeit. Barbara Keller erklärt in einem Vhs-Vortrag, worauf Hobbygärtner bei der Jungpflanzenaufzucht achten müssen.
Kitzingen Der März neigt sich dem Ende entgegen, der Frühling naht – und mit ihm der Start der Gartensaison. Bald kann man es überall wachsen und gedeihen sehen. Doch schon vor dem Einpflanzen ins Beet kann man aktiv werden und seine Pflanzen selber ziehen. Worauf dabei zu achten ist, verrät Barbara Keller am Donnerstag, 22. März, bei einem Vhs-Vortrag.
Frage: Bei Gärtnern und sogar im Einzelhandel werden derzeit überall Tomaten- und Paprikapflanzen verkauft. Was hat es für einen Vorteil, die Pflanzen selbst zu ziehen?
Barbara Keller: Wer sich die Tomatenpflanzen selbst zieht, kann aussuchen, welche Sorte er haben möchte und ist nicht auf das Angebot im Handel angewiesen. Längst nicht alle Pflanzen, die verkauft werden, sind wirklich für den Freilandanbau geeignet. Da braucht man andere Sorten als für den Unterglasanbau. Wer draußen im Garten Tomaten ernten will, braucht robuste Pflanzen, die etwas niedrigere Ansprüche haben und nicht so schnell die Krautfäule bekommen. Die Pflanzen selbst zu ziehen, macht außerdem Lust aufs Gärtnern – und unabhängig vom Angebot der Konzerne.
Stellt der Tomatenstock hohe Ansprüche?
Keller: Man muss schon ein bisschen aufpassen, beim Gießen zum Beispiel. Und die Pflanzen brauchen Dünger. Ich befolge beim Anbau immer einen Trick, den mir vor vielen Jahren mal jemand verraten hat: Ich pflanze die Tomatenstöcke ganz tief ein und gieße gleich 30 bis 40 Liter Wasser ins Pflanzloch. Dann muss ich die Stöcke später überhaupt nicht mehr gießen. Tomaten können bis eineinhalb Meter tief wurzeln und erreichen damit feuchte Schichten.
Woher bekommt man das Saatgut für diese robusteren Sorten?
Keller: Wir haben es beim Saatgutfestival verkauft und ich bringe es zum Vortrag mit. Man kann die Samen auch im Internet bestellen.