Lebensmittel füllen nicht nur den Bauch. Davon ist Harald Wörner überzeugt.
Vor zehn Jahren verlief sein Leben noch ganz anders. Harald Wörner hat konventionellen Weinbau betrieben, er hat in seinem Schloss gewohnt und nachts konnte er kaum ein Auge zutun. Seither hat er sich mit vielem beschäftigt: Reiki, Geomantie, Feng-Shui, Qi-Gong und in jüngster Zeit vor allem mit der Lebensenergie von Lebensmitteln. Heute geht es ihm deutlich besser.
„Wir haben jede Nacht ganz schlecht geschlafen“, erinnert sich der 45-Jährige. Noch schlimmer: Seine Frau musste sich fast jede Nacht übergeben. Natürlich haben die Wörners Ärzte konsultiert, auch Heilpraktiker ausprobiert. Eine Linderung setzte erst ein, als ein Wünschelrutengänger durchs Haus lief. Schnell stellte sich heraus: Eine große Wasserader verlief im Erdreich – direkt unter dem Schlafplatz. „Wir haben das Bett umgestellt und schon die erste Nacht darauf durchgeschlafen“, erinnert er sich.
Bioenergetischer Weinbau und die Kräfte der Natur
Für Wörner war dieses Erlebnis so etwas wie eine Initialzündung. Seine Lehre: Es gibt noch eine andere Welt, als die sicht- und greifbare. Wörner wurde neugierig. Also hat er sich mit den Mondphasen und ihrer Wirkung auf das Wachstum von Reben beschäftigt. Seither gibt es Cosmowein – bioenergetischen Weinbau im Einklang mit den Kräften der Natur. Er hat sein Haus unter Beachtung der Feng Shui Lehre eingerichtet und die Lebensmittel im Supermarkt und in seinem Kühlschrank mit ganz anderen Augen betrachtet. Natürlich hat er alle acht Gästezimmer seines Schlosses ebenfalls auf mögliche Wasseradern untersuchen lassen und die Betten entsprechend positioniert.
Früher steckte in Lebensmitteln deutlich mehr Energie
„Vor 150 Jahren waren noch alle Lebensmittel voller Energie“, sagt er. Sie sind mit der Liebe und der Aufmerksamkeit des Landwirts gesät, gepflegt und geerntet worden – und das alles im Einklang mit den natürlichen Zyklen. Mit der Umstellung auf eine großflächige Produktion und der wachsenden Mechanisierung habe sich die Energie in den allermeisten Lebensmitteln reduziert. Nach seinen Erfahrungen tendiert der Energieanteil in der Hälfte der Lebensmittel gegen Null. „Sie werden oft lieblos und ohne echten Bezug zum Produkt hergestellt“, sagt Wörner. Ihn wundert es deshalb auch nicht, dass immer mehr Menschen über Lebensmittel-Unverträglichkeiten klagen.
Natürlich will Harald Wörner keine Rückkehr ins Mittelalter. Er plädiert vielmehr für einen naturnahen Anbau – und eine Weiterverarbeitung ohne Schönungsmittel. „Wir sollten die Lebensmittel, so weit es geht, in ihrer eigenen Energie belassen“, sagt er. Eine messbare, anerkannte Einheit für diese Energie gibt es nicht. Sehr zum Leidwesen Wörners. Er würde seine Überzeugung gerne schwarz auf weiß belegen können. So muss jeder einzelne Verbraucher wieder lernen, auf sein Gefühl zu achten – und auf sein Herz zu hören – auch und gerade beim Kauf der Lebensmittel. „Das kann man trainieren“, versichert der 45-Jährige.
Mit dem Körperpendel testet Harald Wörner Äpfel aus
Früher hat er den „kinesiologischen Test“ bei sich angewandt, über seine Muskelspannung gemerkt, ob ihm ein Lebensmittel bekommt – oder eben nicht. Mittlerweile hat er diesen Test verfeinert und wendet das „Körperpendel“ an – mitunter auch im Supermarkt. Besonders hilfreich ist es für ihn beim Apfelkauf. „Da habe ich nämlich eine Unverträglichkeit“, gesteht er. Also stellt sich der 45-Jährige vor das Apfelregal und spürt in sich hinein. Wippt sein Körper ganz leicht nach vorne, kann er den Apfel bedenkenlos kaufen. Wippt er leicht nach hinten, sollte er die Finger davon lassen.
„Dieses Prinzip lässt sich bei allen Lebensmitteln anwenden“, versichert er. Ob Gemüse, Obst, Konserven oder Nutella im Glas: Wer sich das Produkt ans Herz hält und in sich hinein fühlt und hört, der wird mit ein wenig Übung spüren, ob dieses Lebensmittel tatsächlich gut für ihn ist. Denn davon ist Harald Wörner überzeugt: Lebensmittel entfalten bereits eine Wirkung, wenn sie sich in der Aura – also im Körperenergiefeld des jeweiligen Verbrauchers – befinden. Dieses Energiefeld kann einen Durchmesser von einem Meter und mehr haben – oder auch nur ein paar Zentimeter. Je nachdem, wie viel Energie der Mensch in sich trägt.