Mehr als nur Pflichtaufgaben
Autor: Ralf Dieter
Kitzingen, Freitag, 06. März 2020
OB-Kandidaten im Vergleich: Stefan Güntner (CSU) will junge Menschen in Kitzingen halten und die Innenstadt in einen Wohlfühlbereich verwandeln.
Kitzingen Vor sechs Jahren war er in der Stichwahl und ist knapp am amtierenden Oberbürgermeister Siegfried Müller gescheitert. Seither hat Stefan Güntner als Bürgermeister und Stadtrat etliche Erfahrungen gesammelt. Von einer Favoritenrolle will er dennoch nichts wissen. „Ich kenne das vom Sport“, sagt der ehemalige Tennisspieler und Fußballer. „Am 15. März geht es wieder bei Null los.“
Güntner: Auf jeden Fall. Seit der Landesgartenschau 2011 hat Kitzingen extrem an Attraktivität gewonnen.
Was ist schön an Kitzingen?Güntner: Jede Woche ist etwas geboten. Die Meinung mancher Einheimischer, hier wäre nichts los, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt eine sehr große Vielfalt an Angeboten, kulturell, aber auch sportlich.
Güntner: Eine Kneipenkultur. Nach 22 Uhr ist es nicht einfach, einen Ort zum Einkehren zu finden. Ganz allgemein müssen wir die Attraktivität der Innenstadt verbessern.
Güntner: Indem wir beispielsweise die Verkehrsführung überdenken. Ich setze mich für Tempo 30 in der Innenstadt ein. Wir könnten dann die Straßen schmäler gestalten und würden so mehr Raum für Grün gewinnen. Die Kaiserstraße stelle ich mir als grüne Flaniermeile vor. Den Busverkehr würde ich da rausnehmen.
Und die Parkplätze im Innenstadtbereich?Güntner: Würde ich belassen. Manche Leute wollen kurze Wege von den Geschäften zu ihren Autos. Kitzingen hat ein großes Parkplatzpotenzial in einer fußläufigen Entfernung von 500 Metern zum Marktplatz. Natürlich können auch Parkplätze wegfallen, aber vorher sollte schon die Alternative vorhanden sein. Wir dürfen auch die Radfahrer nicht vergessen.
Welche Veränderungen schweben Ihnen da vor?Güntner: Zum Einen brauchen wir Parkhäuser für Fahrräder. Der Fahrradkeller im Innenhof der Wirtschaftsschule bietet sich dafür an. Als Radfahrer kommt man gut in die Innenstadt, außer aus Richtung Repperndorf. Deshalb müssen wir die Würzburger Straße für Radfahrer sicherer machen.