Leserforum: Das Pferd nicht von hinten aufzäumen
Autor: Bearbeitet von Michael Mahr
Kitzingen, Montag, 01. Februar 2021
Hier im Interview mit Oberbürgermeister Stefan Güntner über die Innenstadt der Zukunft meint der OB: „Grundsätzlich haben wir genug Parkplätze. Ich weiß aber, dass das nicht jeder so sieht.“ Er bedauert wortreich die Klagen Parkplatzsuchender im Innenstadtbereich, erkennt zum Teil auch deren Nöte an.
Zum Artikel "Hat Kitzingen ein Parkplatz-Problem?" vom 30. Januar erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:
Hier im Interview mit Oberbürgermeister Stefan Güntner über die Innenstadt der Zukunft meint der OB: „Grundsätzlich haben wir genug Parkplätze. Ich weiß aber, dass das nicht jeder so sieht.“ Er bedauert wortreich die Klagen Parkplatzsuchender im Innenstadtbereich, erkennt zum Teil auch deren Nöte an.
Hier mit Verlaub, Herr Oberbürgermeister, nach alter Oberlehrerpraxis: „Problem erkannt, Thema verfehlt. Note …"
Die Stadt hat doch nicht unbedingt die Probleme Parkwilliger zu lösen. Natürlich auch. Aber die Stadt hätte Sorge zu tragen, bei immer geringerem Parkraum und hochtrabenderer Innenstadtsanierung, nicht denen die Zukunft zu verbauen – im wahrsten Sinne des Wortes – die in der Innenstadt ihren Lebensunterhalt bestreiten und auf parkende Kunden warten. Auch den dort Beschäftigten sollte sie wegverträglich das Parken ermöglichen. Herr OB, sie wollten doch, wie sie im Herbst frisch gewählt ankündigten, die im Bereich der Innenstadt Betroffenen mit ins Boot holen?
Letztendlich der Kernsatz im Interview mit OB Güntner: „Auf lange Sicht brauchen wir ein Konzept, mit dem es uns gelingt, innenstadtnah noch Parkplätze zu schaffen.“ Sehr richtig, Herr Oberbürgermeister, das müsste dann aber auch die Vorplanung für die Innenstadt der Zukunft sein, man würde ja sonst das Pferd von hinten aufzäumen.
Wolfgang Walther
97318 Kitzingen