Eine Reduzierung der Planungen von sechs auf fünf Stockwerke wird als guter Kompromiss vorgestellt. Der Umweltreferent freut sich, dass 65 neue Laubbäume gepflanzt werden, zum Ausgleich für 10 000 Quadratmeter alten Waldbestand. Andreas Moser stellt wichtige Fragen. Antworten bleibt ihm die Verwaltung schuldig, ebenso warum seine salomonische Lösung in Form einer Grundschule auf dem Gelände nicht weiter verfolgt wurde. Die SPD-Fraktion warnt eindringlich vor dem kommenden Verkehrschaos durch zusätzlich 1300 Fahrzeuge an den drei betroffenen Kreuzungen, die teilweise schon jetzt nicht leistungsfähig sind.

Der Umweltreferent des Kreistags sieht Straftatbestände nach § 44 Naturschutzgesetz. Die KIK sieht die Stadtentwicklung von außen bestimmt und nicht mehr in der Hand der Stadt. Die große Mehrheit der Stadträte schweigt, stellt dem Investor einen Blankoscheck für die Bebauung aus und steht nicht mal mit ihrem Namen dazu. Die ödp stimmt großflächigen Rodungen von Trenngrün und der Vernichtung von Lebensraum wildlebender Tiere zu. Solarstrom von den Dächern der Hochhäuser rangiert vor dem Stadtbild und der Natur. Kitzingen hatte einst ein Leitbild entwickelt, das als Markenkern die Tradition als historische Weinhandelsstadt mit mittelalterlichem Stadtbild beschreibt. Genau das ist es, was den Charme unserer Kleinstadt ausmacht! Dieser Markenkern geht jetzt im Eiltempo verloren! Wollen das auch die Bürger?

Marion Fessler
97318 Kitzingen