Die Stadt Kitzingen wird also tatsächlich einen Klimaschutzmanager einstellen. Endlich, wird die ÖDP sagen, die diese Stelle schon zu Jahresbeginn beantragt hatte. Noch braucht es aber Geduld.

In der vergangenen Verwaltungs- und Bauausschusssitzung erklärte die Stadtverwaltung, dass eine entsprechende Stelle ausgeschrieben werden soll. Ursprünglich, sagte Oberbürgermeister Stefan Güntner (CSU), sei geplant gewesen, sich bei der Ausschreibung mit dem Landratsamt Kitzingen abzustimmen, das ebenfalls eine solche Stelle plant. Im Idealfall sollen sich die beiden Funktionen ergänzen und nicht zu sehr überschneiden, sagte Güntner.

Weil das Landratsamtes aber noch nicht so weit sei, gehe die Stadt nun für ihre Stelle in die Offensive. Bauamtsleiter Oliver Graumann ergänzte, dass der Klimamanager über die Stadt hinaus wirken werde. Das Klima sei auch im Zusammenhang mit anderen Gemeinden zu sehen. Handel, Verkehr, Gewerbe und Eigentümer seien von der Arbeit berührt. Daher habe der Klimamanager nicht nur fachliche Aufgaben, sondern müsse sich auch um begleitende Öffentlichkeitsarbeit bemühen.

Diskussion im Ausschuss

Jens Pauluhn (ÖDP) legte Wert darauf, dass Projektinitiierung und -umsetzung zum Schwerpunkt werden. Sonst gebe es "viele schöne Konzepte, aber es wird nur wenig gemacht". Pauluhn zufolge müsse man nicht das Rad neu erfinden. Es gebe gute Projekte auf dem Markt, an die Kitzingen anknüpfen könne.

Klaus Sanzenbacher (Grüne) betonte, dass die Beratung ein wichtiges Aufgabenfeld für den Klimamanager sei. Er schlug vor, den Bewerberkreis durch die Ausschreibung möglichst weit offen zu halten.

Brigitte Endres-Paul (SPD) erinnerte an einen Abend mit der Flensburger Oberbürgermeisterin in Kitzingen während des OB-Wahlkampfs. Flensburg sei ein Erfolgsmodell, von dem man sich vieles abschauen könne. Ihr ist wichtig, die Bürger im Bemühen um ein besseres Klima mitzunehmen. 

Manfred Paul (SPD) brachte die Frage nach der Befristung der Stelle auf. Ob sie auf drei, auf fünf Jahre oder unbefristet ausgeschrieben werde, soll der Stadtrat entscheiden, entgegnete Oberbürgermeister Güntner.