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Markt Wiesentheid übernimmt das "Fehrer-Areal" - so soll es genutzt werden


Autor: Redaktion

Wiesentheid, Freitag, 30. August 2024

Die Gemeinde Wiesentheid kauft das Firmengelände der Fehrer GmbH. Dadurch sollen Platz für kommunale Projekte geschaffen und finanzielle Vorteile erzielt werden.


Ob Kindergarten-Neubau, geplanter Bauhof-Neubau oder andere Bauprojekte – der Markt Wiesentheid wächst und hat dabei wenig Platz zur Verfügung. Eine Herausforderung, die nun zumindest in Teilen gelöst werden konnte, wie die Verwaltungsgemeinschaft Wiesentheid in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

Die Gemeinde Wiesentheid übernimmt das Areal der Firma Fehrer im Wiesentheider Industriegebiet. Auf diesen Schritt einigten sich kürzlich die Kommune und die F.S. Fehrer Automotive GmbH als bisherige Eigentümerin des rund 18.000m² großen Grundstücks in der Industriestraße. Der Gebäudekomplex wird frei, da die Firma Fehrer den Standort in Wiesentheid dauerhaft aufgibt.

"Der Erwerb der Immobilie ist ein Glücksgriff und bietet dem Markt Wiesentheid viele Chancen", zeigt sich Bürgermeister Klaus Köhler erfreut. Geplant ist, den sowieso zur Sanierung anstehenden Bauhof der Gemeinde auf das Fehrer-Grundstück zu verlagern. "Durch die bereits bestehenden Hallen, Freiflächen und Verwaltungsräume ist ein zeitnaher Umzug des Bauhofs möglich", so Köhler. Auch finanziell ist die neue Option vorteilhaft: Der Erwerb und die Sanierung der Immobilie ist in Summe deutlich günstiger als der bereits beschlossene Bauhofneubau neben der Kläranlage, der nun obsolet wird. "Wir können dem Steuerzahler somit rund eine Million Euro Ausgaben ersparen", freut sich der Bürgermeister.

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Vor allem einen Nutzen bringen die knapp 9.000m² Lagerfläche: "Lagerräume sind Mangelware in Wiesentheid. Die Gerätschaften und Materialien des Bauhofs sind derzeit in verschiedenen Gebäuden gelagert, was zu langen Fahrtzeiten führt", so Bauhofleiter Stefan Schön. "Ich sehe das ganz einfach so: haben wir weniger Fahrtzeit, haben wir mehr Zeit für wichtigere Aufgaben."

Der neue Gebäudekomplex soll zudem auch den Vereinen und Institutionen Möglichkeiten zum Lagern von Vereinsmaterialien bieten. Auch hierfür besteht derzeit ein großer Bedarf. Sollten dann immer noch Flächen frei bleiben, kann sich der Bürgermeister einen Teilverkauf oder eine Vermietung vorstellen. Gemeinsam mit dem Verkauf des alten Bauhofs sowie der bisherigen Lagergebäude im Ortsgebiet kann die Investition somit zu einem großen Teil refinanziert werden.

Beim Erwerb der Immobilie hatte der Bürgermeister zudem die Entwicklung des Ortes im Blick. Nördlich des Objekts wurde bereits vor einiger Zeit ein ca. 8 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Durch den Erwerb des Fehrer-Grundstücks ist nun auch eine direkte Erschließung dieses Areals möglich, welches schon im Eigentum der Gemeinde ist.

"Ich freue mich, dass wir die Fehrer GmbH von der Sinnhaftigkeit einer kommunalen Nutzung überzeugen konnten und diese unserem Konzept den Zuschlag erteilt hat", so Köhler. "Uns war es wichtig die Folgenutzung dieses großen Gebäudekomplexes steuern zu können, um diesem einer sinnvollen Nutzung zuzuführen."

Der vereinbarte Kaufpreis für das Grundstück beträgt 3,3 Mio. Euro. Für den Erwerb ist ein Nachtragshaushalt erforderlich, welcher voraussichtlich im September durch den Gemeinderat verabschiedet wird. Der Nachtragshaushalt ist erforderlich, um die Finanzierung seitens der Gemeinde zu sichern.