Auf ein erneut von Corona geprägtes Jahr blickte Iphofens Bürgermeister Dieter Lenzer in der letzten Stadtratssitzung des Jahres zurück. Er skizzierte die Einschränkungen, von denen alle Einrichtungen betroffen waren. Froh sei er, dass das Altenbetreuungszentrum von Corona verschont geblieben sei.

Die Stadt habe versucht zu unterstützen, wo es gegangen sei. Trotz aller Einschränkungen habe der Stadtrat 29-mal getagt, allerdings nicht im Sitzungssaal, sondern in der Karl-Knauf-Halle. Mit über 500 Tagesordnungspunkten hat sich das Ratsgremium dabei beschäftigt.

Lenzer erinnerte in seinem Rückblick unter anderem an den Neubau des Wohngebäudes in der Kirchgasse 11, bei dem die Stadt auch mit Materialengpässen zu kämpfen gehabt habe, an die Erschließung des Baugebietes in Nenzenheim, an die Ausweisung des Baugebiets Iphofen Ost IV, dessen Bebauungsplan mittlerweile rechtskräftig geworden sei, an die Suche nach Bauflächen in Hellmitzheim und Dornheim, an die Städtebau-Auszeichnung oder an die archäologischen Grabungen bei Dornheim. Einige Dinge hätten aber auch Sorgen bereitet. Lenzer nannte da den Kreisel bei der Bundesstraße 8, die Archäologie bei Baustellen oder die heftigen Niederschlagsereignisse.

Ein wirtschaftlich durchwachsenes Jahr

Insgesamt sei es ein wirtschaftlich durchwachsenes Jahr gewesen. Mit Blick auf den Haushaltsansatz sei aber alles planmäßig gelaufen. Gleichwohl hoffe die Stadt auf einen pandemiebedingten Gewerbesteuerausgleich.

Was kommt 2022 auf die Stadt zu? Lenzer startete seine Aufzählung mit dem maroden Hallenbad. Dem Stadtrat würden die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert. In der Langgasse habe die Kanalbefahrung gezeigt, dass es höchste Zeit sei, konkret in die Planung einzusteigen. Auf der Aufgabenliste stünden auch der Kindergarten St. Barbara, die Straßenneugestaltung in Dornheim, das Jugenddomizil in Mönchsondheim, die Gestaltung des Parkplatzes am Rödelseer Tor, die Ortsdurchfahrt in Birklingen, die Ertüchtigung der Kläranlagen, der barrierefreie Ausbau des Bahnhaltepunktes oder der Feuerwehrbedarfsplan. "Es ist ein Jahr der Planungen", meinte der Bürgermeister. Es müsse aber auch darauf geachtet werden, finanziell gut durch das Jahr zu kommen.

Mobile Lüftungsgeräte sind bestellt

Denn die Ausgaben würden nicht weniger. So werde zum Beispiel die Schulverbandsumlage um 110 000 Euro auf fast 700 000 Euro für die Stadt Iphofen steigen, berichtete Lenzer aus der Schulverbandsversammlung. Die Investition in mobile Lüftungsgeräte führte im Stadtrat zu einer längeren Diskussion. Die Geräte seien bestellt. Bis alle Räume damit ausgestattet sind, werde es Januar sein, sagte Dieter Lenzer. Geplant seien aber auch stationäre Anlagen.

Thema in der Ratssitzung war auch die Hallenbadbenutzung unter der 2G-plus-Regelung. Auch vor Ort könne man noch den mitgebrachten Schnelltest machen, hieß es im Rat. Angesprochen wurde auch, ob die Stadt die Selbsttests stellen könnte. Das Hallenbad solle auf jeden Fall trotz der geringeren Auslastung – zeitgleich dürfen nur 28 Leute (maximal 14 Frauen und 14 Männer) im Bad sein – offenbleiben. Stadträtin Peggy Knauer begrüßte dies. Denn sie wisse, dass das Bad aktuell von Kindern mehr genutzt werde, da derzeit viele Vereinsangebote nicht bestünden.