Aus gesundheitlichen Gründen hat Heinrich Wörner sein Mandat als Gemeinderat in Wiesentheid niedergelegt. Als der zweite Bürgermeister Harald Rößner in Vertretung des erkrankten Ortsoberhaupts Klaus Köhler in der Sitzung eine persönliche Würdigung auf den Kollegen gesprochen hatte, bedankte sich Wörner sichtlich gezeichnet von der Krankheit. Die Ratskollegen, wie auch die Zuhörer, standen auf und verabschiedeten ihn mit stehenden Beifall.

Es war ein bewegender Abschied, den der seit 25 Jahren für die Fraktion des Bürgerblocks im Gemeinderat sitzende Wörner hatte. Fünfmal war er gewählt worden, was seine Beliebtheit und den direkten Draht zu den Bürgern beweist.

Ein Foto vom derzeitigen Ratsgremium und viele guten Wünsche bekam er. Zweiter Bürgermeister Rößner hatte ihn als "einen sehr engagierten Gemeinderat, direkt, nicht hinten herum", beschrieben. Er habe Wörners "gerade Linie immer sehr geschätzt", sagte Rößner.

Bürgerblock-Fraktionssprecher Hans Müller sprach ebenso zum Abschied des Kollegen, der seit 1996 am Ratstisch saß. Bei den Freien habe Heinrich Wörner als "einer der Motoren, ein Aktivposten, einer, der mit ganzem Herzen Gemeinderat war", gegolten.

Für die Fraktion CSU/Pro Wiesentheid sprach Otto Hünnerkopf anerkennende Worte. Wörner sei einer, der seine Überzeugung stets vertreten habe, manchmal hart in der Sache, "aber man konnte hinterher mit ihm hinterher immer ein Bier trinken." Für Wörner wird in der nächsten Sitzung Heinfried Hahn als Nachrücker für den Bürgerblock im Gemeinderat vereidigt.