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Gut betreut in den Ferien


Autor: Julia Lucia

Kitzingen, Donnerstag, 28. Juni 2018

Wohin mit dem Nachwuchs in den Ferien? Etliche Gemeinde im Landkreis organisieren eine Betreuung. Ein Überblick.
Wohin nur mit dem Nachwuchs in sechs Wochen Ferien? Viele Gemeinde bieten ein Ferienpass-Programm an, wie das Hüttendorf in Markbreit im vergangenen Jahr, etliche Orte organisieren auch eine Betreuung. Archivfoto: Jasmin Schindelmann


Ganze sechs Wochen dauern die Sommerferien. Was für die Schüler herrlich ist, treibt manchen Eltern Sorgenfalten auf die Stirn. Wohin mit dem Grundschul-Nachwuchs, wenn Mama und Papa zur Arbeit müssen? Im Landkreis Kitzingen gibt es einige Betreuungsmöglichkeiten. Hier ein Überblick:

Seit 2009 gibt es in der Stadt Iphofen eine Betreuung in den Ferien – und das nicht nur im Sommer. Kinder von fünf bis zwölf Jahren werden von Montag bis Freitag, von 8 bis 17 Uhr, in den Räumen der Dr. Karlheinz-Spielmann-Schule betreut, das Mittagessen ist im Preis (30 Euro pro Woche) inbegriffen. Die Buben und Mädchen müssen dabei gar nicht aus Iphofen oder den Ortsteilen sein. Schüler aus dem ganzen Landkreis sind willkommen.

Offen für alle Kinder aus dem Landkreis

„Allerdings berechnen wir dann einen Auswärtigen-Zuschlag von 150 Euro im Jahr“, erklärt Helga Blättner, die sich um die Organisation kümmert. Den sparen sich Mütter und Väter, die in Iphofen arbeiten. Ihre Kinder zahlen genauso viel wie Iphöfer Kinder. Das gilt auch für die Gemeinden aus der Verwaltungsgemeinschaft und Mainbernheim. Das Anmeldeformular gibt es als Download auf www.iphofen.de . Aus organisatorischen Gründen ist die Buchung nur wochenweise möglich.

Das ist auch bei der Ferienbetreuung in Kleinlangheim so. Kinder aus Großlangheim, Kleinlangheim und Wiesenbronn werden vom 30. Juli bis 3. August und vom 27. August bis 7. September in der Kleinlangheimer Grundschule beschäftigt und zwar Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16 Uhr und Freitag von 7.30 Uhr bis 15 Uhr. Die Jungen und Mädchen können einen halben (40 Euro pro Woche) oder den ganzen Tag (75 Euro pro Woche) kommen. Anmeldungen nimmt die Verwaltungsgemeinschaft Großlangheim bis 30. Juni entgegen. Das Formular gibt es auf www.vgem-grosslangheim.de .

Liste für Nachrücker

Auch Wiesentheid bietet in den Sommerferien eine dreiwöchige Betreuung an. Allerdings sind schon alle Plätze belegt. Es gibt aber eine Liste für Nachrücker. Wer sein Kind eintragen lassen möchte, kann sich an den Familienstützpunkt Tel. (0 93 83) 97 35 38 wenden.

Wie in Wiesentheid organisiert der Familienstützpunkt die Ferienbetreuung in Dettelbach. Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse werden in den Räumen der Mittagsbetreuung in den letzten drei Ferienwochen betreut. Das kostet mit Frühstück und Mittagessen von 8 bis 16 Uhr 92,50 Euro pro Woche und Kind. Buben und Mädchen, die nicht aus Dettelbach kommen, können auch bis zur 30. Kalenderwoche (23. bis 27. Juli) angemeldet werden.

Nur für Hortkinder

Wer sein Kind im Volkacher Hort angemeldet hat, also der Betreuung für Grundschüler, muss sich in den Ferien keine Gedanken machen. Außer vom 13. bis 31. August können die Hort-Schüler in den Sommerferien in den Hort im Kloster St. Maria kommen. „60 bis 70 Prozent der Hortkinder gehen auch in den Ferien in den Hort“, sagt Hort-Leiterin Inka Bäuerlein. Dieses Angebot gibt es allerdings nur für die Hort-Kinder. Das gilt auch für das Haus für Kinder in Prichsenstadt: Nur die Hortkinder werden in den Ferien betreut.

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In der Gemeinde Schwarzach gibt es eine Betreuung in den ersten zwei Ferienwochen (30. Juli bis 10. August). Für 85 Euro pro Woche wird sich von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr um die Kinder gekümmert. Anmeldung nimmt die Verwaltung unter Tel. (0 93 24) 97 39 12 bis kurz vor den Sommerferien entgegen.

Zu wenige Anmeldungen

Keine Betreuung gibt es dagegen in Geiselwind. „Es gibt einfach keine Nachfrage“, heißt es von der Verwaltung. Sollte kurzfristig doch ein Platz gebraucht werden, können Eltern den Nachwuchs in Schlüsselfeld unterbringen. In Marktbreit hätte die Arbeiterwohlfahrt die Ferienbetreuung übernommen. Doch da bis zum Anmeldeschluss (15. Juni) gab es nicht genügend Anmeldungen.

Auch an der St. Hedwig-Grundschule in Kitzingen kam keine Ferienbetreuung zustande. Ganz im Gegensatz zum Hort in den Marshall Heights. Da gibt es für die kommenden Ferien keine Plätze mehr. Aber für das neue Schuljahr – und somit auch für die Ferien – können noch Schüler angemeldet werden.

Auf der Homepage des Lokales Bündnisses für Familie Kitzinger gibt es eine Datenbank, in der alle Kinderbetreuungseinrichtungen im Landkreis aufgezählt werden: http://lokalesbuendnis.kitzingen.de