Druckartikel: Grundstück für Neubau des Tierheims gesucht

Grundstück für Neubau des Tierheims gesucht


Autor:

Geiselwind, Freitag, 04. Mai 2018

Da die Sanierung des Tierheims zu teuer ist, drängt sich ein Neubau auf. Beim Kreisverbandstreffen des Bayerischen Gemeindetags kam ein möglicher Standort ins Gespräch.
Wegen des früheren Bergbaus sind am Tierheim in der Kaltensondheimer Straße in Kitzingen massive Schäden entstanden. Da eine Sanierung sehr teuer ist, wird über einen Neubau nachgedacht. Archivfoto: Harald Meyer


Nachdem die meisten Kommunen im Landkreis bereits einen höheren Zuschuss zu den Betriebskosten des Tierheims beschlossen haben, geht es nun um den Neubau des Tierheims, denn wegen des früheren Bergbaus sind am Gebäude in der Kaltensondheimer Straße in Kitzingen Schäden entstanden. Damit beschäftigte sich nun die Kreisverbandsversammlung des Bayerischen Gemeindetags. Ein möglicher neuer Standort könnte bei Iphofen sein.

Bis Frühjahr 2019 hat das Bergamt Bayreuth nach den Worten des Tierschutzvereinsvorsitzenden Gerd Menche dem Betrieb in der Kaltensondheimer Straße noch zugestimmt. Größere Veranstaltungen seien dort jetzt schon untersagt. Die Sanierung des Geländes würde nach den Berechnungen des Bergamtes 850 000 bis eine Million Euro verschlingen, erklärte Menche bei der Kreisverbandsversammlung in Geiselwind. Dazu kämen 430 000 Euro für die Beseitigung der entstandenen Schäden.

Gibt es auch eine Auffangstation für Vögel?

Deshalb sei ein Neubau sinnvoller. Auch hier hat sich Menche schon über mögliche Kosten informiert. Im Landkreis Haßberge habe ein neues Tierheim, das mit Kitzingen vergleichbar sei, zwei Millionen Euro gekostet. Deswegen habe sich der Vorstand zusammengesetzt und beraten, wie groß ein Tierheim tatsächlich sein müsse, dass den hier geltenden Anforderungen gerecht wird und gesetzliche Vorgaben erfüllt. Hier sei man auf eine Fläche von 670 Quadratmeter und Kosten von 1,4 Millionen Euro gekommen.

1#googleAds#100x100

Doch noch hat der Tierschutzverein kein Grundstück. Ein angebotenes Grundstück bei Großlangheim, für das auch Erbpacht möglich sei, sei zwar geeignet, doch womöglich könne kein Baurecht geschaffen werden, weil es eine Wiesenaue sei. Ein weiteres Grundstück liege nahe des Gewerbegebiets Richtung Willanzheim. Hier könnte auch der Landesbund für Vogelschutz mitwirken, der dort eine Auffangstation für Vögel errichten könnte. Nach Klärung der offenen Grundstücksfragen will man sich dann mit der Finanzierung beschäftigen. Auch der Tierschutzverein will sich finanziell beteiligen.

Wohin mit dem Bauschutt?

Des Weiteren beschäftigte sich die Kreisverbandsversammlung des Bayerischen Gemeindetags mit dem Entsorgungsnotstand bei Bauschutt und Bauaushub. Darüber informierte Matthias Simon von der Geschäftsstelle des Bayerischen Gemeindetags. In Bayern sollen mehrere Verfüllungswege offen bleiben.

Flächensparen in Gemeinden

Zur Initiative zum Flächensparen informierte Simon, dass derzeit der Bayerische Verfassungsgerichtshof mit der Prüfung beschäftigt sei. Simon wies auf die Innenentwicklung hin. Als Ideen nannte er eine höhere Grundsteuer auf unbebaute Grundstücke oder ein Vorkaufsrecht auf Grundstücke und den Weiterverkauf durch die Gemeinde mit einer Baupflicht, um innerorts Baulücken zu schließen. Dazu müsse aber der Baulückenschluss als Gemeinwohl definiert werden.

Glaserfaser direkt ins Haus

Über aktuelle Gegebenheiten zum Glasfaserausbau referierte Thomas Weigand von der Telekom. Die Zukunft sei Glasfaser direkt ins Haus. 2019 werde ein neues Förderprogramm kommen, ebenso eines für Schulen. Weigand betonte, dass die Telekom nur noch Verträge mit einer Ausbauzeit zwischen 36 und 48 Monaten schließe, auch werde die Telekom nur nach Angebote abgeben, wenn es sich um mehr als zehn Haushalte handele. Als Gründe nannte er unter anderem, dass es schwierig sei, Baufirmen zu finden. Aus der Versammlung kamen auch kritische Wortmeldungen, die von Mängeln bei der Bauausführung handelten oder Werbetrupps betrafen.