Geplante Halle in Mainsondheim sorgt für Diskussionen
Autor: Robert Haaß
Dettelbach, Freitag, 01. November 2019
Auch wenn unter den Dettelbacher Räten schon länger Konsens darüber herrscht: Im Bauausschuss am Donnerstag gab es zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans in Mainsondheim doch noch Diskussionen, die vor allem von Raimund Sauer angestoßen wurden. Am Ende gab es dann aber einen einstimmigen Beschluss, das Verfahren fortzuführen.
Auch wenn unter den Dettelbacher Räten schon länger Konsens darüber herrscht: Im Bauausschuss am Donnerstag gab es zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans in Mainsondheim doch noch Diskussionen, die vor allem von Raimund Sauer angestoßen wurden. Am Ende gab es dann aber einen einstimmigen Beschluss, das Verfahren fortzuführen.
Es ist ein metallverarbeitender Betrieb, der in dem Dettelbacher Stadtteil an seine Grenzen geraten ist. Der Betrieb möchte in Mainsondheim bleiben und auch die Stadt hat großes Interesse daran, dies zu ermöglichen. Am derzeitigen Standort ist eine Erweiterung aber nicht möglich, so dass ein Neubau geplant ist. Und der soll am südlichen Ortsrand von Mainsondheim entstehen.
Sorge, dass angrenzende Wohnhäuser beeinträchtigt werden
Um Beeinträchtigungen der anschließenden Wohnbebauung auszuschließen, wurde ein Schallgutachten erstellt. Das stellt fest, dass "mit dem Neubau am geplanten Produktionsstandort (...) der zulässige Immissionsrichtwert (...) im Tageszeitraum eingehalten wird". Allerdings werden für bestimmte Arbeiten Auflagen erteilt, die unter anderem das "Schließen des östlichen und südlichen Tores und des Oberlichtes der neuen Halle bei geräuschrelevanter Nutzung" vorschreibt.
Eine Auflage, deren praktische Umsetzung Raimund Sauer anzweifelte. Er fragte an, ob die Halle nicht am anderen Ende des Grundstücks, weg von der Wohnbebauung, möglich wäre. Bürgermeisterin Christine Konrad konterte, dass zum einen das Bauvorhaben dann wohl nicht genehmigungsfähig wäre, da es ein Anbindegebot an die vorhandene Bebauung gebe. Zum anderen hätten die Räte im Vorfeld eindeutige Beschlüsse zum Bauvorhaben gefasst, der Bauwerber bereits Geld investiert und sich mit den Auflagen des Gutachtens einverstanden erklärt. Am Ende sei es auch der Zweck des Bebauungsplanverfahrens, zu klären, ob das Vorhaben möglich ist. "Deshalb wird das Verfahren durchgeführt", so Konrad.
So stimmten alle Räte für den Aufstellungsbeschluss, billigten den Vorentwurf und beschlossen die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.
Pläne für Lagerhalle in der Lindenallee soll das Landratsamt prüfen
Eine kurze Diskussion entzündete sich auch zum Neubau einer Lagerhalle in der Lindenallee in Euerfeld, die doch größere Dimensionen hat und unter dem Punkt "Informationen" dem Ausschuss vorgelegt wurde. Da in diesem Ortsbereich weder ein Bebauungsplan, noch eine Gestaltungssatzung vorliegen, wurde das Vorhaben dem Landratsamt zur Prüfung weitergeleitet.
Ähnlich verfuhr die Verwaltung mit einem Antrag des Feuerwehrvereins Schnepfenbach, der die historische Wirtsstube aus dem Ort in die ehemalige Lehrerwohung der alten Schule einbauen möchte, ohne diese gastronomisch zu nutzen. Den Antrag nahm die Verwaltung zum Anlass, die vom Verein schon seit vielen Jahren genutzte Wohnung nun durch eine Umnutzung zum Vereinsheim auch auf eine rechtlich sichere Basis zu stellen.