Friedhof bekommt eine Friedwiese
Autor: Gerhard Bauer
Buchbrunn, Freitag, 23. März 2018
Der Friedhof wird um eine Friedwiese mit Platz für 28 Urnen bereichert. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung im Rathaus Buchbrunn.
Wie bereits von Bürgermeister Hermann Queck in der vorausgegangenen Sitzung vorgetragen, ist ein Grab neben dem Holzkreuz in der Nordwestecke des Friedhofes bereits frei geworden, zwei weitere daneben gelegene folgen in wenigen Jahren.
Auf ihnen und vor dem Kreuz sollen 28 Urnengräber entstehen. Dafür traf der Gemeinderat erste Festlegungen, die in eine Änderung der Friedhofssatzung münden. Die Ratsrunde legte fest, dass ausschließlich biologisch abbaubare Urnen verwendet dürfen, deren Ruhezeit beträgt 15 Jahre.
Das Urnenfeld soll anonym gehalten werden, die Namen der dort Beigesetzten werden lediglich an Täfelchen mit Namen sowie Geburts- und Todestag an der Wand hinter dem Urnenfeld festgehalten. Die Schilder werden einheitlich von der Gemeinde gestellt und sind im Preis inbegriffen.
Das Zusammenlegen von Familienmitgliedern wird ausgeschlossen, da die Gräber in festgelegter numerischer Reihenfolge belegt werden. Daher gibt es auch keine Reservierungen. Für Familienzusammenlegungen stehen, so Bürgermeister Queck, die Urnenwand oder geeignete Grabstätten zur Verfügung. Grabschmuck wird nur bis 30 Tage nach der Beisetzung erlaubt und muss anschließend entfernt werden.
Eine weitere Entscheidung betraf das Gefallenendenkmal neben der Kirche. Es wird umgestaltet indem ein Weg aus Muschelkalkplatten auf die Gedenkstätte zuführt. Beiderseits des Weges ist Vorschlägen von Georg Hopfengart und Harald Geißendörfer folgend niedere Bepflanzung geplant, damit sich Mäharbeiten zukünftig erübrigen. Das Landratsamt wird in Kürze Vorschläge für eine geeignete Bepflanzung unterbreiten, die Neugestaltung des Areals übernimmt der Bauhof.
Am Ratstisch wurden folgende weitere Themen behandelt:
Aus der Stadt Dettelbach lag die Anregung vor, die angedachte Kommunale Allianz um den Markt Rottendorf zu erweitern. Eine Erweiterung über die Landkreisgrenze hinaus lehnte der Gemeinderat jedoch ab. Im Vorfeld weiterer Festlegungen wird ein Seminar des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) in Kloster Langheim besucht. Erst danach soll festgelegt werden, ob eine Allianz mit Dettelbach überhaupt eingegangen wird. Neben Bürgermeister Queck nehmen Harald Geißendörfer, Elisabeth Fischer und Alfred Schnabel am Seminar teil, ein Platz ist noch frei.