Eine neue Führungsmannschaft sollte den begonnenen Neuaufbau beim FC Mainstockheim fortsetzen. Doch niemand will Verantwortung übernehmen. Geht der FC im Turnverein auf?
Der 1. FC Mainstockheim erlebte in seiner Mitgliederversammlung im Vereinsheim ein Wahldebakel. Vorsitzender Franz Rüdling, sein Stellvertreter Manfred Trinklein, Kassier Ralf Menger und Schriftführer Volker Griesmann machten wahr, was sie bei den letzten Wahlen vor zwei Jahren angekündigt hatten: Nach dem Festakt zum 100-jährigen Bestehen des FC ist Schluss.
Schon zu Beginn der Versammlung beklagte Trinklein, dass nur 30 der 286 Mitglieder gekommen waren. Angesichts der Wahlsituation geriet sein Sportbericht zur Nebensache, zumal die Trainerfrage andauert und sich immer nur von Spielsaison zu Spielsaison und mit vielen Telefonaten lösen lässt.
Bester Verein im Landkreis sollte Zuschauer anlocken
In seinem Rechenschaftsbericht griff Rüdling auf, dass er 2003 erstmals angetreten war, um neue Impulse zu setzen und den FC in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Als bester Verein im Landkreis sollten die Zuschauer bei Heimspielen zum Kommen animiert werden, der FC sollte Anlaufpunkt für die Jugend werden. Dazu sollten Platz und Umfeld zusammenpassen, Events und Veranstaltungen angeboten werden.
Rüdlings Fazit: es wurde erfolgreiche Arbeit nach neuen Maßstäben geleistet, aber Kraft und Motivation haben sehr gelitten. Nun sollte eine neue Führungsmannschaft den begonnenen Neuaufbau fortsetzen. Es habe sich aber niemand bereit erklärt, Verantwortung zu übernehmen, auch nicht nach dem gelungenen Festabend.
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Der Wahlleiter hatte auf die Jugend gesetzt und wurde enttäuscht
Wahlleiter Griesmann konnte fragen so lange und wen er wollte, es gab nur Ablehnung. Ein kompromisslos klares Nein kam auch von Rüdling, der auf die Jugend gesetzt hatte und enttäuscht wurde.
Trinklein ergänzte die Ausführungen mit dem Hinweis, dass es mit dem Vorsitzenden alleine nicht getan sei, es werde auch ein Kassenverwalter und Schriftführer gesucht. Jeder, der ein Amt neu übernehme, erhalte vom Vorgänger jede erdenkliche Unterstützung zur Einarbeitung.
Die Versammlung wurde schließlich abgebrochen. Der entlastete und damit kommissarisch handelnde Vorstand wird weiter nach einer Führungsmannschaft suchen und im November (nach sechs Wochen) zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einladen. Die hat dann Neuwahlen als einzigen Tagesordnungspunkt.