Die Entwicklung ist nicht neu, setzt sich fort und ist vermutlich nicht aufzuhalten. Die Vorweihnachtszeit wird immer weiter nach vorne verlagert, inzwischen auch auf den Volkstrauertag und den Totensonntag sowieso.
Die Entwicklung ist nicht neu, setzt sich fort und ist vermutlich nicht aufzuhalten. Die Vorweihnachtszeit wird immer weiter nach vorne verlagert, inzwischen auch auf den Volkstrauertag und den Totensonntag sowieso.
Der war am vergangenen Sonntag und ist nach Allerheiligen, dem Volkstrauertag und dem Buß- und Bettag so etwas wie der Abschluss der eher trüben Tage im meist trüben November. Außerdem ist es das Wochenende, das in der Regel die Serie die Kirchweihen beendet. Danach ist dann Zeit für den aufziehenden Advent und die damit einhergehende vorweihnachtliche Stimmung.
Das aber war einmal. Die Zeiten, als sich in Kitzingen ein Landrat aufregte, dass er am Volkstrauertag oder Totensonntag auf dem Weg zum Friedhof schon von der Weihnachtsdekoration belästigt wird, sind vorbei. Der Trend geht längst zu Ganzjahres-Weihnachten. Vor ein paar Jahren war das eher auf Käthe Wohlfahrts Weihnachtsdorf in Rothenburg und ihre Filialen beschränkt, oder den einen oder anderen Fabrikverkauf von Weihnachtsschmuck in Thüringen.
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Inzwischen aber versuchen immer mehr Leute, alles rund um Weihnachten so schnell wie möglich an den Kunden zu bringen. Klar, dass da ein Totensonntag oder Volkstrauertag zum Markttag wird, an dem Weihnachts- und Adventsmärkte sein müssen. Frei nach dem Motto: Wer zu spät kommt, der verkauft keine Adventskränze mehr.
Man kann die Entwicklung bedauern, es hilft aber nichts. Einziger Trost. Noch hat jeder die Wahl. Man kann bei so was mitmachen, man muss aber nicht.
Die Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone. Zu lesen – selbstredend – immer dienstags in dieser Zeitung.