"Auf die jungen Leute in unserer Wehr kann man sich verlassen", lobt Edmund Krapf den eigenen Feuerwehrnachwuchs. Mit seinen 73 Jahren ist der Rentner bei den Floriansjüngern zwar nicht mehr aktiv, aber als "alter Hase" kennt er sich rund um das Feuerwehrwesen genau aus. Seit einem halben Jahrhundert gehört er schon der Freiwilligen Feuerwehr Fahr an. In der Generalversammlung am Samstag wurde Krapf gemeinsam mit vier weiteren Kameraden für seine langjährige Treue ausgezeichnet. Die Ehrenurkunde des Feuerwehrvereins verlieh ihm Vorsitzender Günter Dittmann.

Im vergangenen Jahr fand in der Führung der Freiwilligen Feuerwehr des Volkacher Stadtteils ein Generationenwechsel statt. Der 22-jährige Kilian Meusert übernahm die Leitung der aktiven Wehr vom bisherigen Kommandanten Günter Nicola. Auch Meuserts Stellvertreter Markus Lukas ist nicht viel älter. Krapfs Lob ernteten also junge Männer, die die Bereitschaft zeigten, Verantwortung zu übernehmen.

Im ersten Jahr nach ihrer Wahl führten die beiden jungen Kommandanten ihre Einsatzkräfte zu sieben Ernstfällen: vier Flächenbrände, zwei Wohnungsbrände und ein Unwettereinsatz. Hinzu kamen zwei Brandwachen. Damit seine Kameraden in Theorie und Praxis auf dem neuesten Stand bleiben, hielt Kommandant Meusert mehrere Schulungen, Ausbildungen und Übungen ab. Insgesamt gehören 29 Männer und eine Frau zur aktiven Einsatzmannschaft. Zehn Jugendliche bilden die Nachwuchstruppe, der Kreisbrandmeister Erwin Strobel ein dickes Lob zollte. 18 Übungen und der erfolgreiche Wissenstest zeugten vom Engagement der jungen Leute.

Früher weniger Einsätze

Jubilar Edmund Krapf zieht vor der Jugend seinen Hut, denn früher habe es nicht so viele Einsätze gegeben. Mit 23 Jahren kam er zur Feuerwehr. "Damals war irgendwie fast jeder junge Mann bei der Feuerwehr", blickt er zurück. Einige Jahre alarmierte der passionierte Blechbläser seine Kameraden mit dem Feuerwehrhorn zu Einsätzen und Übungen. Anderen Menschen in der Not zu helfen, stand für ihn zwar immer im Vordergrund seiner aktiven Zeit.

Daneben liebte er aber auch die Geselligkeit und die Gemeinschaft bei den Floriansjüngern. "Das 25-jährige Jubiläum der Feuerwehr werde ich nie vergessen", erinnert er sich an das nach seiner Meinung einst schönste Fest im Dorf. Damals legte er auch die Leistungsprüfung ab. Als positiv empfindet er die gute Ausrüstung der heutigen Wehren.

Ersatzfahrzeug gewünscht

Kommandant Meusert ist grundsätzlich zufrieden mit der aktuellen Ausstattung. Für das 33 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug wünscht er sich allerdings möglichst bald ein Ersatzfahrzeug. Die ersten Gespräche mit der Stadt Volkach hätten bereits stattgefunden, so der örtliche Feuerwehrchef. Er bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern, die bei den Umbaumaßnahmen und der Renovierung des Feuerwehrhauses tatkräftig mit anpackten. Dort wurde der Eingangsbereich gefliest und die Türen erhielten einen neuen Anstrich.

Für Jubilar Krapf ist es eine Selbstverständlichkeit, die Newcomer der Wehr tatkräftig zu unterstützen. Aktiv kann er zwar aufgrund seines Alters nicht mehr sein, "ich helfe ihnen aber gerne, wenn sie meinen Rat brauchen." Die Feuerwehr im Dorf ist für Edmund Krapf ein absolutes Muss. "Es brennt ja nicht nur, es gibt auch Überschwemmungen, Verkehrsunfälle und Katastrophen."

Mitgliederehrungen:


60 Jahre Eugen Blendel

50 Jahre Edmund Krapf

40 Jahre Helmut Bauer, Hermann Lutz

25 Jahre Matthias Reusch