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Elternsein - Eine Frage der Haltung?


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Kitzingen, Mittwoch, 06. Juni 2018

Fachkräfte der Familienbildung trafen sich zu Austausch und Vernetzung.
Referent Dirk Bayer ergänzte seinen Vortrag „Elternsein – eine Frage der Haltung?“ mit vielen Beispielen und ging auch auf die Fragen der rund 80 Zuhörer ein.


Seit eineinhalb Jahren gibt es die Familienstützpunkte im Landkreis Kitzingen. Der Zulauf sei enorm und die Resonanz positiv. „Hurra die Familienstützpunkte sind da! Aber Kann das schon alles gewesen sein?“ Unter diesem Motto trafen sich nun 35 Fachkräfte der Familienbildung zu Austausch und Vernetzung. Das Netzwerk Familienbildung ergänzt die Arbeit der vier Familienstützpunkte im Landkreis, Ziel sei es, die Familienbildungslandschaft für Fachkräfte und Familien transparenter zu machen und Kooperationen zu erleichtern, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei der diesjährigen Netzwerkveranstaltung wurde noch einmal der Blick auf die Familienbildungslandschaft im Landkreis gerichtet. Familienbildung will Eltern unterstützen, sich Wissen rund um die Erziehung ihrer Kinder anzueignen. Das kann bei einem Tür- und Angelgespräch mit einer Kitafachkraft genauso passieren wie bei einem Vortrag über Erziehungsthemen.

Für viele der Tagungsteilnehmer ist Familienbildung nur ein Teilbereich ihrer Arbeit, für die Familienstützpunkte sei es das Kerngeschäft.

Die Fachkräfte der Familienbildung haben die Gelegenheit zum Kennenlernen und zum gegenseitigen Austausch genutzt. Parallel wurde herausgearbeitet wo die Familienbildungslandschaft im Landkreis noch ausbaufähig ist. Viele neue Möglichkeiten wurden diskutiert. Ein Hauptergebnis der Netzwetzwerkveranstaltung war der Wunsch nach übergreifenden Informationen, ein „Wo ist was?“.

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In dieselbe Richtung geht ein aktuelles Projekt des Landratsamts, denn es wird an einem Familienwegweiser mit Adressen und Anlaufstellen für Familien gearbeitet.

Im Anschluss an die Netzwerkveranstaltung, waren die Fachkräfte zum Fachvortrag „Elternsein – eine Frage der Haltung? – Konflikte klären in der Familie“ in den großen Saal der Alten Synagoge eingeladen. Referent Dirk Bayer näherte sich dem Thema mit vielen Beispielen und ging auch auf die Fragen der rund 80 Zuhörer ein. Bayer erklärte, wie Konflikte entstehen und betonte, dass man einen Konflikt nicht immer negativ sehen solle und gleich lösen müsse.

„Nutzen sie den Konflikt als Raum um sich ergebnisoffen auszutauschen“, regte der Sozialpädagoge, Familienberater und Lehrercoach an. Kinder seien grundsätzlich kooperativ, wichtig sei, die Bedürfnisse des Kindes zu sehen und es gleichwürdig zu behandeln. Im Leistungssystem neige man dazu, den Wert des anderen an der Erfüllung der eigenen Vorstellungen festzumachen, über sein Tun oder Nicht-Tun.

Mit vielen Fragen gestalteten die Zuhörer den Abend und nahmen neben Denkanstößen auch praktische Hilfestellungen mit nach Hause.