Ein Baum der Begegnung ohne Begegnung
Autor: Gerhard Krämer
Seinsheim, Mittwoch, 23. Dezember 2020
Da in diesem Jahr wegen Corona auch in Seinsheim kein Weihnachtsmarkt stattfinden konnte, hat nun der Kirchgadenverein einen anderen Ort der Begegnung geschaffen – ohne sich zu begegnen. Dazu hat der Verein eine Tanne aufgestellt, an der jeder seine Wünsche hängen kann. Auch in Zeiten der Pandemie vergisst Seinsheim sein Engagement für die Station Tanzbär der Kinderklinik in Würzburg nicht: Es werden Spenden gesammelt.
Da in diesem Jahr wegen Corona auch in Seinsheim kein Weihnachtsmarkt stattfinden konnte, hat nun der Kirchgadenverein einen anderen Ort der Begegnung geschaffen – ohne sich zu begegnen. Dazu hat der Verein eine Tanne aufgestellt, an der jeder seine Wünsche hängen kann. Auch in Zeiten der Pandemie vergisst Seinsheim sein Engagement für die Station Tanzbär der Kinderklinik in Würzburg nicht: Es werden Spenden gesammelt.
"Wir würden gerne in diesem besonderen Advent, in dem wir nicht nur auf Weihnachten, sondern auch auf ein Ende der Beschränkungen warten und uns auf die Zeit nach Corona freuen, ein Zeichen der Gemeinschaft setzen", heißt es auf einem Hinweisplakat des Kirchgadenverein Seinsheim. Dazu hat der Verein nach den Worten des Vorsitzenden Stefan Schwarz beim Sportplatz neben dem Sportheim eine Tanne aufgestellt. Die soll als "Baum der Begegnung" dienen, ohne dass eine persönliche Begegnung stattfindet.
1#googleAds#100x100Ein besseres neues Jahr
Die Idee ist, dass jeder Haushalt in Seinsheim symbolisch mit dem anderen verbunden ist, indem er Dinge, die ihm persönlich wichtig und wertvoll sind, für andere sichtbar macht. Dies können Bilder, Wünsche, Erinnerungen oder Lieder sein, die man wetterfest, zum Beispiel laminiert am Baum, anbringen kann.
Rasch hat sich der Baum schon mit Karten, Sternen und Engeln gefüllt. Lea wünscht sich zum Beispiel wie viele andere auch ein besseres neues Jahr. Gesundheit und die Rückkehr zur Normalität lautet ein anderer inniger Wunsch.
Aber auch die Kinder werden nicht vergessen: "Für alle Kinder eine unbeschwerte Kindheit" steht auf einer Karte geschrieben. Unbeschwert ist sie für die schwerstbehinderten Kinder der Station Tanzbär in der Kinderklinik am Mönchberg in Würzburg nicht.
25 Paar Schuhe zur 25. Aktion
Für die sammelt normalerweise Elfi Gebhardt unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt. Doch der fiel aus. Heuer hätte die Aktion zum 25. Mal stattgefunden. "Schade, wenn wir es hätten ausfallen lassen", sagt Elfi Gebhardt im Gespräch mit dieser Zeitung. So entstand die Idee zusammen mit dem Kirchgadenverein, am "Baum der Begegnung" auch ein Plakat über die Aktion anzubringen, mit der Bitte um Spenden für die Station.
Etliche Spenden hat sie schon in ihrem Briefkasten gefunden. Versehen mit lieben Weihnachtswünschen, was sie sehr gefreut hat. Da es die 25. Aktion ist, strickt Maria Rünagel diesmal 25 Paar Schuhe für die Frühchen.