Die zwei Leben des Hüttenheimers Wilhelm Sturm
Autor: Hartmut Hess
Hüttenheim, Freitag, 11. Februar 2022
Seinen 70. Geburtstag konnte der Willanzheimer Altbürgermeister Wilhelm Sturm bei bester Gesundheit feiern. Die eine Seite des Hüttenheimers war seine kommunalpolitische Laufbahn und die andere war die des Landwirts und Winzer, weshalb er über sich sagt: "Ich habe eigentlich zwei Leben gehabt." Die Kommunalpolitik hat er 2014 abgeschlossen. Seitdem ist er oft im Weinberg anzutreffen.
Seinen 70. Geburtstag konnte der Willanzheimer Altbürgermeister Wilhelm Sturm bei bester Gesundheit feiern. Die eine Seite des Hüttenheimers war seine kommunalpolitische Laufbahn und die andere war die des Landwirts und Winzer, weshalb er über sich sagt: "Ich habe eigentlich zwei Leben gehabt." Die Kommunalpolitik hat er 2014 abgeschlossen. Seitdem ist er oft im Weinberg anzutreffen.
Wilhelm Sturm hat am 10. Februar 1952 in Bad Windsheim das Licht der Welt erblickt. Er ergriff nach dem Schulbesuch den Beruf des Landwirts, und als Diplomingenieur studierte er Agrarwissenschaften. Er heiratete im Jahr 1974 seine Frau Inge (geborene Seemann) und bewirtschaftete mit ihr deren elterlichen Bauernhof und die Weinberge. Daneben setzte er sich sehr für den bäuerlichen Berufsstand in 35 Jahren als Hüttenheimer Ortsobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) und auch einige Jahre als stellvertretender Kreisbobmann ein.
1#googleAds#100x100Verdienstmedaille in Silber
Lange Jahre wirkte er zudem im Gehilfen- und Meisterprüfungsausschuss, war einst Wegebaumeister in der Hüttenheimer Flurbereinigung, jahrelang Feldgeschworener und von 1994 bis 2003 Vorsitzender des Weinbauvereins, bei dem er heute Ehrenvorsitzender ist. Außerdem wirkte er als Vorstandsmitglied auf Bezirks- und Landesebene im Verband Ländliche Entwicklung. Dieser großen Einsatz für den Berufsstand war im Jahr 2005 mit der Bayerischen Verdienstmedaille in Silber gewürdigt worden. Wilhelm Sturm und die heutige Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert waren Mitinitiatoren bei der Gründung des "Weinparadies Franken", mit dem Hüttenheim enormen Aufschwung auf dem Sektoren Tourismus und Weinbau machte.
Von 1996 bis 2008 stand Wilhelm Sturm als Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde, war von 2002 bis 2014 Kreisrat und von 2008 bis 2014 als Stellvertreter von Landrätin Tamara Bischof, die die loyale und angenehme Zusammenarbeit mit ihm zu schätzen wusste. In der Gemeinde war Wilhelm Sturm neben dem Flurbereinigungs-Wegebaumeister und in seiner Amtszeit als Gemeindeoberhaupt auch für viele Bauprojekte verantwortlich. Denn in allen drei Ortsteilen wurde in seiner Amtszeit die Flurneuordnung vollzogen und die heiße Bauphase der Dorferneuerung bewältigt.
Kirchenburgen saniert
Unter seiner Führung sanierte die Gemeinde die Kirchenburgen in Willanzheim und Hüttenheim und die Straßen, und die Ortsbilder wurden neuzeitlich gestaltet, dazu kam auch die Einrichtung des Streuobstwegs in Markt Herrnsheim. Er wirkte im Ehrenamt des Schöffen am Würzburger Verwaltungsgericht, kümmert sich gerne um seine fünf Enkelkinder seiner zwei Kinder, ist Liebhaber von Oldtimer-Bulldogs und fungiert als Vorstandsmitglied der Altbürgermeistervereinigung Würzburg-Kitzingen.
Noch heute ist Wilhelm Sturm Feldgeschworener und deren Obmann.
Am Jubeltag überbrachte Ingrid Reifenscheid die Glückwünsche der Gemeinde. Auch Mainbernheims Altbürgermeister Karl Wolf freute sich mit seinem ehemaligen Kollegen.