Die Knauf-Gruppe wächst auch im Jahr 2017
Autor: Gerhard Krämer
Iphofen, Sonntag, 10. Dezember 2017
Rund 27 900 Mitarbeiter arbeiten für das Iphöfer Unternehmen, das wieder gute Zahlen präsentiert. Damit das auch in Zukunft so bleibt, wird einiges getan.
Rund 6,92 Milliarden Euro Außenumsatz in diesem Jahr – eine Steigerung von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, davon 1,06 Milliarden Euro in Deutschland und der Schweiz – eine Steigerung von 3,6 Prozent. Sehr erfreuliche Zahlen, die der Geschäftsführende Gesellschafter der Knauf-Gruppe Manfred Grundke in der Hauptversammlung kurz vor Weihnachten vorstellte. Dass es aber nicht einfach war, ein solches Ergebnis präsentieren zu können und es dies auch künftig nicht sein wird, kam an diesem Abend auch zum Ausdruck, wenngleich Knauf sich den Herausforderungen, Stichwort Digitalisierung, gut vorbereitet stellen wird.
Arbeitgeber des Jahres
Etwa 1500 Mitarbeiter und Pensionäre, 55 von ihnen wurden für 40- beziehungsweise 25-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt, waren zur Hauptversammlung am Standort Iphofen ins dafür umgestaltete Logistikzentrum gekommen. Für Manfred Grundke mit ein Indiz für das gemeinsame Wirken am Erfolg, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten, räumte er ein. Doch, das bestätigte später auch Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Moik, es gebe einen konstruktiven Meinungsaustausch.
1#googleAds#100x100Die Knauf-Gruppe habe über 27 900 Mitarbeiter in 86 Ländern und damit 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr, in Deutschland und der Schweiz seien es fast 3900 (plus 3,6 Prozent). Vom Magazin Focus habe man die Auszeichnung „Arbeitgeber des Jahres 2017“ erhalten. Das beweise, dass „es möglich ist, Unternehmenserfolg und Mitarbeiterorientierung zu einem gemeinsamen Vorteil zu kombinieren“, sagte Grundke Und erfolgreich ist Knauf. Stolz präsentierte Grundke die Absatzzahlen: 1,34 Milliarden Quadratmeter Platten (plus 7,9 Prozent), das entspricht 2200 Lkw mit 20 Tonnen Zuladung am Tag, 7,6 Millionen Tonnen Putze (plus 4,2 Prozent), 791 000 Kilometer Profile (plus 6,1 Prozent) und 93,16 Millionen Kubikmeter Dämmstoffe (plus 7,5 Prozent).
Steigerung im vierten Quartal
Knauf investiert weiter, sei es in Deutschland, China, Usbekistan, Russland, Ägypten oder der Türkei. „Bei Knauf übernehmen wir die Verantwortung für und investieren in die Zukunft“, betonte Grundke.
Zudem sei gerade die Akquisition der europäischen und asiatischen Unternehmensteile von Armstrong World Industries unterschrieben, Damit werde, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörden, die Sparte Mineralfaserdecken deutlich gestärkt.
Die veränderten Rahmenbedingungen in der Branche beleuchtete der Vorsitzende der Geschäftsleitung Knauf Gips KG, Christoph Dorn. Er sprach fehlenden Frachtraum und fehlende Fahrer an und den anspruchsvoller werdenden Logistikmarkt an, in dem Knauf als Marktführer aktiv an Veränderungen zu arbeiten habe, wenngleich Gipsplatten auch in absehbarer Zeit nicht mit einer Drohne auf eine Baustelle fliegen können, schnell und pünktlich müssten Baustoffe dennoch dort sein.
Die gute Baukonjunktur spiegele sich in den Zahlen von Knauf nicht wider. Das ganze Jahr sei man den guten Zahlen von 2016 hinterhergelaufen, erst im vierten Quartal sei eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr gelungen. Als Gründe nannte Christoph Dorn den rückläufigen Renovierungsmarkt und den Fachkräftemangel. Aber auch im nächsten Jahr würden die Bauinvestitionen auf einem hohen Niveau bleiben.