Druckartikel: Windrad-Brand an A7 stellt Feuerwehr vor unlösbare Aufgabe - "machtlos"

Windrad-Brand an A7 stellt Feuerwehr vor unlösbare Aufgabe - "machtlos"


Autor: Isabel Schaffner, Daniel Krüger, Redaktion

Kitzingen, Mittwoch, 27. Mai 2026

Beim Windrad-Brand an der A7 bei Kitzingen blieb der Feuerwehr am Pfingstwochenende nur die Zuschauerrolle. Auch Tage später ist das Gebiet noch gesperrt.
Einsatzkräfte beraten sich nahe dem brennenden Windrad im Kreis Kitzingen.


Am Samstag (23. Mai 2026) fing ein Windrad an der A7 bei Kitzingen Feuer. Die Mitteilung über den Brand ging gegen 18.50 Uhr bei der Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst ein. Feuerwehren aus Repperndorf, Kitzingen, Bibelried und Würzburg rückten an, doch die Höhe des Windrads und die Gefahr von herabfallenden Teilen machten eine Löschung unmöglich.

"Wir waren machtlos", sagt der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Stadt Kitzingen, Kevin Gimperlein, am darauffolgenden Mittwoch (27. Mai 2026) im Gespräch mit inFranken.de. Während die Kitzinger Polizei ermittelt, berichtet er, wie der Einsatz weiter verlief. 

Update vom 27.05.2026: Windrad-Brand hält Feuerwehr auf Trab - THW leistet wertvolle Hilfe

Zunächst geriet am Samstagabend der Maschinenraum des Windrads in Vollbrand. "Da sind erste Teile runtergefallen und nachts gegen 1.30 Uhr dann ein Rotorblatt", führt Gimperlein aus. Während das Feuer an dem weiträumig abgesperrten Windrad am Sonntag allmählich versiegte, brannte das herabgestürzte Rotorblatt noch weiter. 

Wegen der Verletzungsgefahren von oben konnten die Feuerwehrkräfte jedoch auch dieses nicht einfach löschen. Zusätzlich bestand das Risiko von Vegetationsbränden auf dem Feld. "Beste Dienste leistete hierbei die Drohne des THW Kitzingen, mit der wir jederzeit besten Überblick von der Brandstelle hatten", so ein Bericht der Feuerwehr in den sozialen Medien.

"Während sich Einsatzkräfte dem Windrad nur eingeschränkt nähern konnten, ermöglichte die Drohne Aufnahmen und Zoombilder aus sicherer Entfernung. Auch Wärmebilder der Drohne lieferten wichtige Erkenntnisse über den Brandverlauf", erklärt das THW im Netz. Für die Feuerwehr Kitzingen war der Einsatz am Sonntagmittag beendet. Am Mittwochvormittag war das Gebiet laut Kevin Gimperlein noch immer gesperrt. Die Einsatzkräfte hatten es an die Polizei und Windradbetreiber übergeben.

Update vom 24.05.2026: Windrad brennt weiterhin - Propellerabsturz droht

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken am Sonntagmittag (11 Uhr) gegenüber inFranken.de erklärt, konnte das Windrad noch immer nicht gelöscht werden. Wie der Pressesprecher der Feuerwehr im Landkreis Kitzingen gegenüber News5 erklärte, bestehe die Schwierigkeit, "dass eine Feuerwehr keine Materialien hat, mit denen man eine Höhe von 100 Metern erreichen kann, um zu löschen". Gleichzeitig sei ein Vorgehen im Inneren des Windrads zur Brandbekämpfung zu gefährlich für die eingesetzten Kräfte. "Das heißt, uns bleibt im Moment leider nicht viel mehr übrig, als das Geschehen zu beobachten und zu kontrollieren, dass sich der Brand nicht durch herabfallende Teile auf die Umgebung ausbreitet", so der Sprecher am Abend. 

Video:




Laut Polizeisprecher sind auch am Sonntag "Löscharbeiten nicht möglich", denn es droht ein Propellerabsturz. Die Feuerwehr sei weiterhin dauerhaft vor Ort. Zusätzlich hat das Präsidium eine dringende Warnung an die Öffentlichkeit ausgesandt. "Der Bereich rund um die Brandörtlichkeit wurde am Samstagabend weiträumig abgesperrt." Es werde "eindringlich davor gewarnt, den Absperrbereich zu betreten und sich insbesondere nicht unter das betroffene Windrad zu begeben".

"Aufgrund möglicher weiterer herabstürzender Teile besteht erhöhte Verletzungs- und Lebensgefahr", heißt es. Der Hintergrund: "Es gab den ein oder anderen, der meinte, er müsste in den abgesperrten Bereich, um dort zu schauen und Fotos zu schießen", erläutert der Polizeisprecher. Man habe sich daher veranlasst gesehen, den Appell zu verfassen. Bereits am Samstag hatte der Feuerwehrsprecher von "Schaulustigen" gesprochen, die sich vor Ort versammelt hätten. Die Autobahn ist mittlerweile nicht mehr gesperrt. 

Erstmeldung vom 23.05.2026, 20.30 Uhr: Windrad nahe A7 in Flammen - Verkehr beeinträchtigt

Kurz nach Eintreffen der Einsatzkräfte stand dieses bereits in Flammen. Die örtlichen Feuerwehren sind zur Stunde (20.30 Uhr) mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Die A7 muss aufgrund des Brandes aktuell zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit gesperrt werden. Entsprechende Umleitungen werden eingerichtet. Die Dauer der Sperrungen ist gegenwärtig bisher nicht absehbar, so die Polizei.