Abi am AKG: Leinen los für 138 Kapitäne
Autor: Jürgen Sterzbach
Kitzingen, Sonntag, 01. Juli 2018
Das Kitzinger Armin-Knab-Gymnasium verabschiedete in der Frankenhalle in Dettelbach seine Abiturienten. Sechs von ihnen haben das optimale Abitur erreicht.
„Diesen Tag haben wir alle herbeigesehnt. Wir alle wollen dabei sein, wenn wir unsere Fünftklässler von damals mit dem Abiturzeugnis in der Hand entlassen“, begrüßte Schulleiterin Monika Rahner die 138 Abiturienten des Kitzinger Armin-Knab-Gymnasiums (AKG) und deren rund 700 Gäste in der festlich dekorierten Frankenhalle in Dettelbach. Als Ehrengast erhielt ihre Vorgängerin Margit Hofmann, die den Abiturjahrgang 2018 die längste Zeit begleitet hatte, stürmischen Applaus. „Abi heute, Captain Morgan“ lautete das Motto, das von den Rednern gerne aufgegriffen wurde. „Es ist an der Zeit, euch euren eigenen Weg gehen zu lassen“, ermutigte Rahner die jungen Damen und Herren.
Auch ein großer Einschnitt für die Eltern
Seinen Hinweis, beim Betreten des Podests nicht ins Stolpern zu geraten, entschuldigte Ralf Meier, Vorsitzender des Elternbeirats, zu Beginn seiner Ansprache: „Wir Eltern sehen zuerst immer die Gefahren, das können wir einfach nicht abschalten.“ Das Abitur des Kindes sei auch für Eltern ein großer Einschnitt. „Auf euch kommt eine neue, interessante Zeit zu. Wenn ihr einen Lebenstraum für euch gefunden habt, solltet ihr euch nicht davon abbringen lassen“, riet er den Abiturienten und bestärkte sie, „genau in diesem Moment die beste Zeit vor euch“ zu haben.
1#googleAds#100x100Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel
Die Lehrerrede hielten Denise Bondonno und Matthias Horn. Sie packten für ihre ehemaligen Schüler einen Koffer der Erinnerungen und eine Umzugskiste für die vor ihnen liegende Zukunft: mit einem Fernglas, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, einem Logbuch, um es mit eigenen Geschichten und Erfahrungen zu füllen, und einem Steuerrad, um auf hoher See stets auf Kurs zu bleiben. „Ich muss an so manche Kandidaten denken, die in der Oberstufe ihr Steuer noch einmal herumgerissen haben“, zwinkerte Bondonno ihren einstigen Schützlingen zu. „Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“, wünschten beide den Abiturienten für ihre Fahrt aus dem sicheren Hafen der Schule hinaus auf das offene Meer.
Die zwölfjährige Reise zum Abitur
Nadja Möhrlein und Jean-Léonard Stör gaben in ihrer Schülerrede zu, dass sie nach zwölf Jahren zwar Volumen berechnen und Gedichte analysieren könnten, aber vom Schreiben einer Abirede keine Ahnung hätten. Nur gut, dass sie aus dem Deutschkurs Anhaltspunkte mitgenommen hätten. Sie nahmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise durch die vergangenen acht Jahre. Von der ersten gemeinsamen Fahrt in die Rhön, über die Wahl der zweiten Fremdsprache, den Skikurs, die Neueinteilung der Klassen, Austauschprogramme bis zur Abschlussfahrt nach Berlin erinnerten sie an Meilensteine auf ihrem Weg zum Abitur.
Auszeichnungen für besondere Leistungen
Anschließend baten Rahner, der stellvertretende Schuldirektor Michael Mauer und Oberstufen-Koordinator Arnold Kröger die Abiturienten in kleinen Gruppen, begleitet von selbst ausgewählten Songs und nicht nachlassendem Applaus, zur Übergabe der Zeugnisse zu sich auf die Bühne. Als Jahrgangsbeste mit der Note 1,0 wurden Rauf Aliyev, Alma Goller, Annabelle Knoll, Hannah Margraf, Amanda Ölschläger und Tim Schuhmann ausgezeichnet. Insgesamt erreichten 24 Schüler das Abitur mit einer Abschlussnote bis 1,5. Für ihr herausragendes Engagement im Schulleben wurde Hannah Margraf mit dem AKG-Schulpreis ausgezeichnet.