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Zwischenfall an Freefall-Tower: Freizeitland Geiselwind äußert sich - Suche nach der Ursache


Autor: Redaktion

Geiselwind, Montag, 21. August 2017

Im Freizeitland Geiselwind ist es am Freitag zu einem Zwischenfall mit neun Leichtverletzten gekommen. Ein Gutachter soll die Gründe für den Unfall klären.
Im Freizeitland Geiselwind ist es am Freitag zu einem Zwischenfall mit neun Leichtverletzten gekommen. Neun Kinder wurden leicht verletzt. Foto: NEWS5 / Merzbach


Nach dem Zwischenfall im Freizeitland Geiselwind soll nun ein Sachverständiger die Ursache für den Unfall klären. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken auf Nachfrage erklärt, gibt es im Moment noch keine Erkenntnisse zur Unfallursache. Mit Ergebnissen sei im Laufe der Woche zu rechnen.

Der Zwischenfall an einem Fahrgeschäft für Kinder am Freitagnachmittag ist - wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Freitagabend mitteilte - glimpflich ausgegangen. An einem Freefall-Tower für Kinder war ein Stahlseil aus einer Halterung gerissen und die mit 16 Fahrgästen besetzte Gondel war etwa zwei Meter nach unten gesackt. Insgesamt neun Kinder wurden bei dem Unfall leicht verletzt.



Gegen 17.20 Uhr war bei der Rettungsleitstelle die Meldung über einen Unfall an einem Fahrgeschäft in dem Freizeitpark in der Wiesentheider Straße in Geiselwind eingegangen. Da man zunächst von einem schwereren Unfall ausging, wurden zahlreiche Einsatzkräfte zu dem Park beordert, berichtet die Polizei. Unter anderem waren mehrere Rettungsfahrzeuge und ein Rettungshubschrauber angefahren beziehungsweise angeflogen. Kurzzeitig war auch die Rede von mehreren Hubschraubern gewesen. Das war allerdings falsch. Ein Hubschrauber war im Einsatz, er wurde aber glücklicherweise nicht gebraucht.

Letztendlich stellte sich glücklicherweise heraus, dass es keine Schwerverletzten zu vermelden gab und der Unfall somit glimpflich ausgegangen war.


Unfall im Freizeitpark Geiselwind: Was ist passiert?

An einem Freefall-Tower für Kinder war aus bislang noch unbekannter Ursache ein Stahlseil an einer Halterung der Gondel gerissen. Die mit laut Freizeitland 16 Fahrgästen besetzte Gondel war daraufhin zwei Meter abgesackt. Zunächst wurden vor Ort 13 Kinder auf Verletzungen untersucht. Vier der Kinder waren unverletzt, neun hatten leichte Verletzungen wie Prellungen und Schürfwunden erlitten. Bei einem Kind besteht zudem der Verdacht auf eine Fraktur. Die neun leichtverletzten Kinder wurden am Abend zur Sicherheit in Krankenhäuser gebracht, wo sie genau untersucht werden.

Unterdessen wurde der Betrieb des Fahrgeschäfts eingestellt und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalles führt die Polizeiinspektion Kitzingen.


Das Freizeitland Geiselwind hatte Ende 2016 seinen Besitzer gewechselt. Der neue Eigentümer hat große Teile des Parks, der zur Unfallzeit gut besucht war, modernisiert.


Freizeitland veröffentlicht Stellungnahme: "Etwas übervorsichtig reagiert"

Am späten Freitagabend veröffentlichte das Freizeitland Geiselwind eine Stellungnahme zu dem Zwischenfall auf seiner Homepage. Darin heißt es:

"Heute am 18. August 2017 um ca. 16:30 Uhr ereignete sich auf unserem Kinder Freefall-Tower "Abenteuer-Turm" ein Zwischenfall.

Aus bislang noch ungeklärter Ursache rissen die Stahlseile der Gondel, wodurch diese 2 Meter nach unten sackte und von der dafür vorgesehenen Notfalldämpfung abgebremst wurde.

Bei den 16 Fahrgästen gab es keine größeren Verletzungen und die beiden Sanitäter des Freizeit-Land versorgten einige kleinere Schürfwunden. Trotzdem entschloss sich die Geschäftsführung des Freizeit-Land sicherheitshalber einen Sanitätsdienst zu rufen der die Fahrgäste zusätzlich untersuchen sollte.

Hierbei wurde in der Zentralen Notdienststelle anscheinend etwas übervorsichtig reagiert und anstatt eines Sanitätswagens, wurde ein Großaufgebot von sieben Krankenwagen, vier Polizeiautos und einem Helikopter ins Freizeit-Land geschickt.

Dank schnell geschriebener und schlecht bis gar nicht recherchierter Medienberichte wurde aus einem kleinen Zwischenfall fast eine Katastrophenmeldung. Es wurde auch kein Gast mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, noch wäre dies auch nur im Ansatz notwendig gewesen.

Ein Fahrgeschäft kann eine Störung haben und Zwischenfälle können passieren, für solche Fälle gibt es eine ganze Reihe an Sicherheitsvorkehrungen die auch im Falle des Abenteuer- Turms einwandfrei funktioniert haben und die Gäste vor größeren Verletzungen bewahrt haben. Trotzdem wurden die betroffenen Fahrgäste sicherheitshalber in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht um sicher zu stellen, dass auch wirklich alle wohlauf sind.

Die Geschäftsführung des Freizeit-Land Geiselwind entschuldigt sich bei allen Fahrgästen und Eltern für den Zwischenfall. Wir hoffen, dass Sie das Vertrauen in das Freizeit-Land Geiselwind und in die Deutschen Freizeitparks dadurch nicht verlieren, denn die Sicherheitsstandards in Deutschland gehören zu den höchsten weltweit und alle Anlagen werden darüber hinaus auch durch den TÜV regelmäßig kontrolliert. Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste stehen bei uns immer an erster Stelle."