Hof und Wunsiedel: Fränkische Sparkasse schließt sieben Filialen
Autor: Anton Knorr
Franken, Donnerstag, 15. Oktober 2026
Die Sparkasse hat angekündigt, demnächst sieben ihrer Filialen zu schließen. Besonders ausschlaggebend sei dafür ein aktueller Trend in der Branche gewesen.
Die Sparkasse Hochfranken betreibt insgesamt 37 Filialen in ihrer Region. Im kommenden Jahr sollen es laut einer aktuellen Pressemeldung wesentlich weniger sein. Demnach werden 2027 sieben Geschäftsstellen in der Stadt und im Landkreis Hof und im Landkreis Wunsiedel geschlossen.
Betroffen sind die Filialen Hof-Moschendorf und Hof-Rathaus sowie die Geschäftsstellen in Feilitzsch (Kreis Hof), Geroldsgrün (Kreis Hof), Röslau (Kreis Wunsiedel), Schirnding (Kreis Wunsiedel) und Tröstau (Kreis Wunsiedel). "Wir machen uns solche Entscheidungen nicht leicht", wird der Geschäftsführer der Sparkasse Hochfranken, Andreas Pöhlmann, in der Mitteilung zitiert. Auch ein fränkischer Industriebetrieb hat kürzlich seinen Betrieb eingestellt.
Kundenzahl nimmt ab: Sparkasse Hochfranken schließt mehrere Filialen
Endgültig Schluss ist für fünf der sieben geschlossenen Filialen jedoch nicht. An allen Standorten, außer denen im Hofer Stadtgebiet, sollen Geldautomaten vor Ort bleiben. Im Rahmen der Entscheidung über die Schließung seien verschiedene Daten gesammelt worden, heißt es weiter. Dabei habe sich vor allem eine bestimmte Entwicklung gezeigt: "Immer mehr Menschen nutzen Online-Banking; immer weniger kommen in die Filiale". Währenddessen nehmen auch die Einwohnerzahl und damit einhergehend die Kundenzahl in der Region ab, so die Sparkasse.
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Betriebsbedingte Kündigungen werde es durch die Schließungen nicht geben, versichert die Sparkasse Hochfranken. Demnach wechselten die vertrauten Berater gemeinsam mit ihren Kunden in benachbarte Geschäftsstellen, um die Beziehungen aufrechtzuerhalten. Um nach den Schließungen Wartezeiten zu vermeiden und die Flexibilität für Kunden weiterhin zu gewährleisten, würden in den bestehenden Geschäftsstellen die Öffnungszeiten erweitert, heißt es.
Auch in den mittleren und kleineren Geschäftsstellen würden die Servicezeiten nach Angaben der Sparkasse erweitert. Alle Geschäftsstellen sollen beispielsweise donnerstags bis 18 Uhr geöffnet haben. Auch die Vereinbarung von Beratungsterminen außerhalb der regulären Öffnungszeiten sei nach Absprache möglich. Von den Schließungen betroffene Kunden würden zeitnah informiert, schreibt die Bank. Indes hat ein Autozulieferer im Kreis Nürnberg angekündigt, knapp 900 Stellen streichen zu wollen.