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Hof: Verstörende Anrufe bei Schule - Polizei kommt Täter auf die Spur


Autor: Redaktion

Hof an der Saale, Dienstag, 29. Sept. 2026

Nach einer Serie von Drohanrufen an einer Realschule in Hof hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Die Ermittlungen prüfen einen Zusammenhang mit weiteren ähnlichen Fällen in Deutschland.
An einer Realschule in Hof war es im Juni zu einem Großeinsatz gekommen.


Im Juni 2026 kam es in der Hofer Max-Reger-Straße zu einem Großeinsatz der Polizei, nachdem ein zunächst unbekannter Anrufer eine vermeintliche Gewalttat mit mehreren Verletzten in der dort gelegenen Realschule gemeldet hatte. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm, die Motive des Anrufers blieben im Unklaren.

In der Folgezeit gingen immer Drohungen bei der Polizei und der Schule ein - nun konnte deren mutmaßlicher Urheber jedoch ermittelt werden. Es handelt sich um einen 26-Jährigen aus Niedersachsen, bei dem die Ermittler vergangene Woche umfangreiche Kommunikationselektronik sicherstellten.

Nach Telefonterror an Hofer Schule: Tatverdächtiger ermittelt

Wie die Polizei berichtet, waren in den Wochen nach der Meldung zur angeblichen Gewalttat in Hof am 9. Juni weitere Anrufe bei der Polizeiinspektion Hof und im Sekretariat der Schule eingegangen, bei denen ein Unbekannter mehrfach mit Sprengstoffanschlägen drohte. Die Anrufserie hielt bis zum 21. Juni an. Aus diesem Anlass führte die Kriminalpolizei Hof umfangreiche Ermittlungen durch und stand hierzu auch mit den Landeskriminalämtern Bayerns und anderer Bundesländer in Kontakt. Dabei tauschten sie Erkenntnisse zu vergleichbaren Fällen im Bundesgebiet aus, wobei sich zunächst jedoch keine entscheidenden Hinweise ergaben.

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Erst Ende Juni führte schließlich eine weitere Straftat auf die entscheidende Spur, als ein Geschädigter bei der Polizeiinspektion Hof Anzeige erstattet hatte, nachdem seine Daten auf einer Onlineplattform ausgespäht worden waren. In diesem Verfahren lag auch eine Sprachaufzeichnung vor. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Beamten der Polizeiinspektion Hof und den Ermittlern der Kriminalpolizei Hof konnten die Vorgänge miteinander in Verbindung gebracht werden. Insbesondere der Abgleich vorhandener Sprachaufzeichnungen begründete den konkreten Tatverdacht gegen den 26-jährigen Deutschen.

Polizeibeamte durchsuchten daraufhin am Dienstag, den 22. September 2026, auf Antrag der Hofer Staatsanwaltschaft die Wohnanschrift des Tatverdächtigen in Niedersachsen, wobei verschiedene Kommunikationsgeräte und Datenträger sichergestellt wurden. Bereitschaftspolizisten aus Niedersachsen sowie IT-Forensiker unterstützten bei der Durchsuchung, zudem kamen Datenspeicherspürhunde zum Einsatz. Neben den sachleitenden Beamten der Kriminalpolizei Hof waren auch zwei Staatsanwälte aus Hof vor Ort.

Polizei Oberfranken prüft Geltendmachung von Einsatzkosten

Der 26-Jährige wird sich nun strafrechtlich verantworten müssen, insbesondere wegen der Drohanrufe im Zusammenhang mit der Hofer Realschule. Die Hofer Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen zudem, ob der junge Mann für weitere vergleichbare Fälle im Bundesgebiet verantwortlich sein könnte. Das Polizeipräsidium Oberfranken prüft zudem die Geltendmachung der durch den umfangreichen Einsatz entstandenen Kosten.