A9 im Kreis Hof: Lkw-Fahrer werden nach Unfall zu Helden – Lob von Feuerwehr
Autor: Ralf Welz, Anton Knorr, Redaktion
Münchberg, Montag, 05. Oktober 2026
In Franken sind Lastwagenfahrer nach einem schweren Autobahnunfall kurzerhand zu Helden geworden. Für ihr couragiertes Eingreifen erhielten sie sogar Lob von der Feuerwehr.
Die Fahrer eines Schwerlasttransports und dessen Begleitfahrzeugs wurden Zeugen des Unfalls und eilten sofort zu Hilfe. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte befreiten die beiden nach Angaben der Feuerwehr Münchberg zwei Insassen aus dem Wagen. "Ersthelfer leisten Großartiges", lobten die Feuerwehrleute den couragierten Einsatz der Männer.
Schwerer Unfall auf A9 bei Münchberg fordert drei Verletzte – Lob für Ersthelfer
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die 54-jährige Fahrerin des Kastenwagens aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Mercedes verloren. Zunächst touchierte der Wagen die Betonleitwand auf der linken Seite der Fahrbahn. Anschließend geriet er nach rechts und prallte dort gegen weitere Leiteinrichtungen. Das Fahrzeug kippte auf die Fahrerseite und blieb auf der Autobahn liegen.
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Die Fahrerin sowie ihre beiden Mitfahrer, 21 und 26 Jahre alt, wurden verletzt. Den Unfall selbst habe niemand beobachtet, sagte Christoph Mai, Sprecher der Verkehrspolizei Hof. Als Erste hielten laut Informationen von News5 ein Lkw-Fahrer und der Fahrer eines Schwertransporters mit Begleitfahrzeug an. Nach Angaben der Feuerwehr sicherten sie die Unfallstelle mit ihren Fahrzeugen ab.
"Ich bin als Allererstes natürlich sofort zum Auto hingelaufen", sagte Michael Beyer, einer der Ersthelfer, gegenüber der Nachrichtenagentur. Gemeinsam mit seinem Kollegen habe er zunächst nachgesehen, wie viele Menschen verletzt waren, und dann Erste Hilfe geleistet. Für ihn habe das "absolute Priorität": In einer solchen Situation würde er selbst ebenfalls auf Hilfe hoffen.
In ihrem Einsatzbericht hob die Feuerwehr Münchberg das Verhalten der beiden Männer besonders hervor: "So funktioniert Erste Hilfe!" Die Ersthelfer hätten nicht nur zwei Insassen gerettet, sondern auch die unter dem Transporter eingeklemmte Fahrerin "vorbildlich versorgt und betreut".
Feuerwehr befreit eingeklemmte Fahrerin – A9 Richtung Berlin stundenlang gesperrt
Die 54-Jährige musste anschließend von der Feuerwehr mit schwerem Gerät über die Heckklappe des Mercedes befreit werden, erklärte Feuerwehrsprecher Andreas Hentschel. Sie kam ins Klinikum Bayreuth. Ihre beiden Mitfahrer, Kollegen im Alter von 21 und 26 Jahren, wurden ebenfalls teils schwer verletzt und stationär in den Krankenhäusern Münchberg und Hof aufgenommen.
Um die Unfallursache zu klären, ordnete die Polizei bei der Fahrerin eine Blutentnahme an. Den entstandenen Schaden schätzt sie auf mindestens 20.000 Euro. Die A9 war in Richtung Berlin mehrere Stunden gesperrt.