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Wenn Mauern sprechen könnten


Autor: Christiane Reuther

Zeil am Main, Dienstag, 17. Juli 2018

An der Mittelschule Zeil-Sand begeistert das Theaterstück "ZwischenZeilen". Dazu betreute Nicole Heinemann (Theaterwerkstatt Haßfurt) die Jugendlichen.
Den Einstieg in einen kurzweiligen Abend machte die Tanzgruppe "Notte di Natale".Christiane Reuther


Seit einem Jahr hatte das Ensemble der Theater-AG der Mittelschule Zeil/Sand auf die Premiere des Stücks "ZwischenZeilen" hingearbeitet. In Kooperation und unter der Regie von Nicole Heinemann von der Theaterwerkstatt Haßfurt erarbeiteten die Mittelschüler das Theaterstück, das sich passend zum Jubiläum mit der 1000-jährigen Geschichte der Stadt Zeil befasst. Am Freitagabend schnupperten die Jugendlichen Bühnenluft vor gut besetzten Plätzen im Rudolf-Winkler-Haus in Zeil und bekamen abschließend für ihre tolle Leistung Rosen überreicht.
Den Einstieg in einen kurzweiligen Abend machte die Tanzgruppe "Notte di Natale" der Mittelschule. Unter der Leitung von Bettina Kunkel begeisterten die Jugendlichen mit einem Lichtertanz als gekonnte Tanzeinlage. Aber auch den jungen Mimen, die anschließend auf der Bühne standen, galt große Aufmerksamkeit. Sie versprachen einen vergnüglichen Theaterabend.


Ein Jahr Vorarbeit

Ein Jahr lang hatten sich acht junge Schauspielerinnen und ein Schauspieler der Theater-AG mit der Geschichte von Zeil beschäftigt. Sie wälzten sich durch den Geschichtenfundus der Stadt und lasen dabei auch "zwischen den Zeilen". Am Ende entstand ein kurzweiliges Stück, das mit Pointen versehen war und so das Publikum, das vor allem aus Eltern, Großeltern und Geschwistern der Akteure bestand, begeisterte. Als kurze Szenenkollagen eingespielt, schlüpften die Akteure auf der Bühne in verschiedene Zeitepochen. Dabei blätterten sie in Zeitungen und gingen den jeweiligen Geschehnissen auf den Grund. Denn wenn die Zeiler Mauern sprechen könnten, dann hätten sie wohl auch tausend Geschichten zu erzählen. Berührende und ungesagte Geschichten von vielen Menschen, sei es in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Aber auch ein Blick in die Zukunft durfte nicht fehlen, wobei die Jugendlichen ihrer Fantasie freien Lauf ließen.
Rektor Wolfgang Grader freute sich darüber, dass seine Schule mit dem Theaterstück einen Beitrag zum Stadtjubiläum leistete. Sein Dank galt den Akteuren sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen sowie der Regisseurin Nicole Heinemann, die mit viel Beifall gefeiert wurden. Stilecht gab es am Ende der Vorstellung als Belohnung für alle Mitwirkenden eine rote Rose, überreicht vom Rektor der Mittelschule.