Vom Gottesdienst bis Entenrennen
Autor: Jasmin Herbst
Unterpreppach, Montag, 02. Sept. 2019
Ein verrücktes Kirchweihfest wurde am Wochenende in Unterpreppach gefeiert.
"Verrückt" auf der einen Seite, weil es verrückt ist, dass es überhaupt Gotteshäuser gibt und auf der anderen Seite, weil man mit vielerlei Kirchweihgaudi das Fest feiert.
Der feierliche Gottesdienst am Sonntag wurde mit einer Kirchenparade eingeleitet. Mit Marschmusik und Fahnenabordnungen der Vereine zog sich der Festzug vom Musikheim zur Kirche. Mit Orgelmusik und Blasmusik war es eine besonders festliche Messe.
Wie Pater Rudolf Theiler in seiner Kirchweihpredigt beschrieb, war es verrückt, dass vor mehr als 500 Jahren die Preppacher Einwohner darum baten, im Ort ein eigenes Gotteshaus zu errichten. Man braucht Ställe, Höfe, Wohnhäuser, Vereinsheime ... Aber ein Gebäude, nur um dort zu singen, gar noch in anderen Sprachen, nämlich Latein - das ist doch verrückt. Und trotzdem ist dies ein Ort, der eigentlich gar nicht verrückt ist. Eine Kirche ist ein Zentrum, gibt eine Richtung vor. Man kommt dort zur Ruhe, Taufen werden gefeiert und vieles mehr. So können die Preppacher auch heute noch froh sein, dass sich vor langer Zeit ein paar "Verrückte" eingesetzt haben und das Dorf heute stolz über eine eigene Kirche sein kann.
Fußball und Entenrennen
Gefeiert wurde die Kirchweih auch mit allerlei "verrückten" Programmpunkten.
Zum Beispiel am Samstag mit dem alljährlichen Fußballspiel der Alten Herren gegen die befreundete Hobbymannschaft den "Schlossparkkickers" aus Berlin. Auf die Frage, wer gewonnen hat, war die Antwort "Es ging 4 zu 3 aus". "Und für wen?" "Das ist egal, die Mannschaften waren gemischt", verriet Alfred Heinemann, Ehrenmitglied und langjähriger Freund der Berliner.
Auch das Entenrennen fand wieder statt. 261 Gummienten waren im Sack, bzw. am Start und wurden in die Preppach gelassen. Die ersten 40 von ihnen waren die Siegerenten, denn 40 Sachpreise wie Fahrrad, Tretroller, Spielzeugautos und diverser weiterer Spielgeräte oder Gutscheine standen zur Verfügung.
Elmar Barth war der "Sportkommentator", der die Preppach entlang lief und immer wieder den Zwischenstand über die schnellsten Enten bekannt gab. Zahlreiche Kinder und Erwachsene waren bei dem Spektakel dabei und feuerten ihre Gummienten an.