"Verstehen diese Maßnahme immer noch nicht"
Autor: Horst Schneider
Rentweinsdorf, Sonntag, 19. November 2017
Der FC Rentweinsdorf ist mit dem auf Samstag vorgezogenen Weihnachtsmarkt zufrieden und hofft im Interesse der Jugendarbeit, dass sich dieser Tag etabliert.
Am Samstag fand der erste Weihnachtsmarkt in der näheren Region mit zahlreichen Anbietern und mit Handarbeiten sowie Advents- und Weihnachtsartikeln im Marktsaal statt. Um den Markt, der in den vergangenen Jahren immer am Volkstrauertag, einem weltlichen stillen Feiertag, vom örtlichen Sportverein (FC Rentweinsdorf) veranstaltet worden war, hatte es bei der Genehmigung durch die Verwaltungsgemeinschaft Ebern als Beauftragte ihrer drei Kommunen ein Hickhack mit dem Veranstalter gegeben. Der Sportverein hatte argumentiert, dass durch diese Veranstaltung keine öffentliche Ruhestörung eintrete und diese erst nach dem Hauptgottesdienst und der gottesdienstlichen Feier zum Volkstrauertag beginne. Im vergangenen Jahr wurde letztmalig eine Genehmigung mit der Auflage erteilt , dass die gewohnte Bratwurstbude vor dem Marktsaal hier nicht stehen darf. Der Sportverein wandte sich mit einer Petition an höhere und den Kommunen übergeordnete Stellen und erhielt von dort die einhellige Auskunft, dass für die Genehmigung des Marktes am Volkstrauertag die örtlich zuständige Kommune/Verwaltungsgemeinschaft zuständig sei. Von der aber gab es keine Genehmigung.
Der Sportverein, der auf die Einnahmen aus dem Markt zu Gunsten der Jugendarbeit und der Prinzengarden unbedingt angewiesen ist, fasste daher "zähneknirschend" den Beschluss, den Markt auf den Samstag vor dem Volkstrauertag zu verlegen.
FC-Vorsitzender Kurt Paulus zeigte sich am Samstag mit dem Verlauf des vorgezogenen Marktes zufrieden, äußerte aber sein Unverständnis darüber, dass in anderen Kommunen des Landkreises und in Nachbarlandkreisen am Volkstrauertag Veranstaltungen stattfanden. "Es ist sehr schade, dass wir den Sonntag nicht nutzen dürfen. Wir verstehen diese Maßnahme immer noch nicht. Trotzdem hoffen wir im Interesse unserer Jugendarbeit sehr, dass sich der Samstag künftig auch etablieren wird", erklärte der Sportvereinsvorsitzende.