Die Gemeinde Untermerzbach fördert weiterhin junge Familien, die in Untermerzbach oder in einem Ortsteil bauen möchten. Das Förderprogramm war ausgelaufen und wurde in der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend mit geringen Änderungen neu aufgelegt. Es soll solange gelten, bis die gemeindeeigenen Bauplätze verkauft sind.

"Unser Förderprogramm wurde von der Verwaltung überarbeitet und wir haben geringe Änderungen im Vergleich zum bisherigen vorgenommen, die den Bauwilligen entgegen kommen", sagte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD). Vor allem kinderreiche Familien mit Kindern bis zum 16. Lebensjahr profitieren von dem Förderprogramm und auch solche, die zwei Jahre nach Erwerb eines Grundstückes in ein Haus einziehen. Nähere Informationen können bei der Gemeinde Untermerzbach erfragt werden.

Gemeindeentwicklung im Blick

Der Bürgermeister rief die Ratsmitglieder zur Teilnahme an einer Sitzung des Arbeitskreises Gemeindeentwicklung am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr im Marktsaal Rentweinsdorf auf. Dazu erläuterte Dietz,, was sich der Arbeitskreis für Untermerzbach vorgenommen hat. So sei daran gedacht, dass die Ortschaften Untermerzbach und Memmelsdorf im Jahr 2016 am Bewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilnehmen sollten. Bisher sei man noch nicht so weit gewesen, sich hierfür melden zu können, sagte Dietz: "Wir sollten uns als zukunftsfähige Gemeinde präsentieren; zum Beispiel mit unserer Nahversorgung ist ein wichtiges Pfund hinzugekommen". Allerdings sei es unabdingbar, dass sich nicht nur der Obst- und Gartenbauverein sondern alle Vereine beteiligen.

Leerstände und fehlende Gastronomie

Auch das Förderprogramm zur Beseitigung von Leerständen werde ein Thema sein. Dieses soll in der nächsten Gemeinderatssitzung im Detail erörtert werden. An eine Zusammenarbeit, zum Beispiel mit der Stadt Ebern sei auf einigen Gebieten zu denken. "Bei der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit zum Beispiel kann ich mir das gut vorstellen", sagte Dietz. Die fehlende Gastronomie und die Mobilität spiele bei der Gemeindeentwicklung ebenfalls eine große Rolle.

Der "Tag des offenen Denkmals" findet am 13. September 2015 statt. Das Motto dieses Tages lautet: "Handwerk, Technik, Industrie." Nach einer Beratung im Gremium will man für den Gemeindebereich nach Rücksprache mit den Eigentümern die Mühle in Hemmendorf, das Brauhaus Untermerzbach und die Mühle Weber in Gleusdorf melden.

Vergeben hat der Gemeinderat den Auftrag zum Befahren der noch nicht untersuchten Abwasserkanäle in Untermerzbach mit einer Kamera. "Es sind noch 2200 Meter zu untersuchen, um eventuell Schadstellen feststellen zu können, die wir dann sanieren müssen", so der Bürgermeister. Angebote dafür hatte man bei Fachfirmen eingeholt. Den Auftrag erhielt die Firma mit dem kostengünstigsten Angebot (14 800 Euro).

Mt Zustimmung der dortigen Rechtler wurde die Waldgenossenschaft Buch aufgelöst. Das sei alles bereits formal erledigt und notariell beglaubigt, berichtete der Bürgermeister. Der Gemeinderat hatte schon vor einiger Zeit "grünes Licht" für die Auflösung gegeben.

Bürgermeister Dietz berichtete noch, dass für Donnerstag, 19. März, eine Sitzung des Bauausschusses anberaumt wird, weil Auftragsvergaben für die Rathaussanierung anstehen. Der Ortsbrunnen in Gleusdorf, der vor einiger Zeit durch einen Lkw zerstört wurde, wird wieder so aufgebaut, wie er ursprünglich war.