Stadt würdigt früheren Werkstatt-Leiter
Autor: Christian Licha
Augsfeld, Dienstag, 26. März 2019
Eine kleine Straße bei der Lebenshilfe-Einrichtung in Augsfeld erhielt offiziell den Namen Otmar-Hammer-Weg.
Offiziell eingeweiht wurde der Otmar-Hammer-Weg in Augsfeld. Die Verbindungsstraße zwischen Lindenhain und der hinteren Zufahrt zur Werkstätte der Lebenshilfe wurde nach dessen ehemaligen und schon verstorbenen Leiter benannt. Die Blaskapelle der Lebenshilfe umrahmte die Feier mit passender Musik zu Ehren des geschätzten und beliebten Otmar Hammer.
Haßfurts Bürgermeister Günter Werner (WG) würdigte die Verdienste von Otmar Hammer, der die Geschicke der Werkstatt von der Gründung bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 mehr als zwei Jahrzehnte lenkte. "Ich habe Otmar Hammer schon 1977 kennenlernen dürfen, als die Lebenshilfe die alte Schule für ihre Zwecke gekauft hat", erklärte Werner. Er bezeichnete Otmar Hammer als einen Mann, der seine Arbeit wirklich gelebt habe.
Als langjährigen Wegbegleiter bezeichnete der Geschäftsführer der Lebenshilfe Schweinfurt, Martin Groove, den Geehrten. Seine Visionen habe Otmar Hammer mit dem Umbau der alten Schule und zahlreichen Erweiterungen verwirklicht. Er hatte laut Groove immer ein offenes Ohr für Mitarbeiter und Personal und nachhaltig Aufträge akquiriert, damit immer genug Arbeit für die Beschäftigten da war.
Neben dem stellvertretenden Werkstattleiter Georg Göb und dem ehemaligen Werkstattleiter Paul Diehm waren auch Hammers Witwe, Thea Hammer, und Tochter Tanja Lederer zu der Feierlichkeit gekommen. Sichtlich gerührt von der Ehrung ihres verstorbenen Mannes erzählte Thea Hammer, dass sich die ganze Familie dem Dienst bei der Lebenshilfe verschrieben habe. Sie selbst war für den Schuldienst tätig, so wie es heute noch Tochter Tanja Lederer ist. Ein Schicksalsschlag war seinerzeit der Tod des Sohnes, der während einer Fahrt für die Lebenshilfe einen Autounfall hatte.
Auch eine heitere Episode aus ihrem Leben wusste die Witwe zu erzählen. Als gebürtige Oberpfälzerin wohnte sie lange Zeit mit der Familie in Weiden, und zwar ausgerechnet in einem Stadtteil, der Hammerweg heißt. Sehr dankbar der Stadt und dem Stadtrat gegenüber für ihren nun "eigenen" Otmar-Hammer-Weg überreichte die rüstige Seniorin an Bürgermeister Günther Werner einen Scheck, dessen Betrag der Lebenshilfe-Werkstatt zugute kommen soll.
Der Grund für die Widmung der Straße war, dass es an der Einfahrt zum Schulplatz vermehrt zu Verkehrsunfällen und Beschädigungen an Häusern der Anlieger durch den Lieferverkehr kam. Der Radius der Straße ist dort für größere Sattelzüge zu knapp bemessen. Mit der Namensgebung des rückwärtigen Weges zur Lebenshilfe ist es nun möglich, diesen in Navigationssysteme eintragen zu lassen und so die schweren Lastkraftwagen entsprechend zu leiten.