Veränderung zwischen den Pfosten beim FC Sand
Autor: Felix Schwarz
Sand am Main, Freitag, 12. April 2019
Stefan Klemm steigt in der Gunst von Trainer Dieter Schlereth vor dem Heimspiel des FC Sand im Seestadion gegen den SC Eltersdorf auf.
Jetzt wird es langsam eng für die Fußballer des FC Sand (15.): Nach der 0:2-Niederlage beim bis dato Tabellenletzten ASV Vach (16.) am vergangenen Sonntag sind die Chancen auf den direkten Klassenerhalt in der Bayernliga Nord nicht besser geworden. An diesem Samstag (16 Uhr) geht es im Seestadion gegen den Tabellenvierten SC Eltersdorf. FC Sand - SC Eltersdorf Auch wenn die Sander in den vergangenen drei Partien lediglich einen Punkt holten, gibt es einen großen Gewinner unter den Spielern von Trainer Dieter Schlereth: Stefan Klemm stand zuletzt dreimal in Folge zwischen den Pfosten. Hat der FC Sand einen neuen Stammtorhüter?
Klemm kann einiges an Erfahrung vorweisen. Der 33-Jährige stand bereits für den FC Eintracht Bamberg, den 1. FC Haßfurt, FC Augsfeld und FSV Krum im Tor. Zwischen 2010 und 2013 trug er schon das Trikot des FC Sand. Klemm kehrte im Sommer zu seiner alten Wirkungsstätte zurück - aufgrund seiner bisherigen Stationen war davon auszugehen, dass er als gesetzt gilt.
Stattdessen setzte sich überraschend der 29-jährige Markus Geier durch, der zuvor in der A-Klasse für den VfR Kirchlauter agiert hatte. Lediglich am dritten und sechsten Spieltag setzte Chefcoach Schlereth von Anfang an auf Klemm, ansonsten zog er Geier vor. Klemm kam darüber hinaus zu fünf Einsätzen in der Kreisligamannschaften und zu einem Einsatz in der dritten Mannschaft der Sander - für einen Keeper seines Kalibers eigentlich zu wenig.
Genauso überraschend, wie Schlereth zu Beginn der Saison Geier sein Vertrauen schenkte, versuchte er nun neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen, indem er Klemm in den vergangenen drei Partien in der Startelf brachte. Klar, dass diese Entscheidung dem ehemaligen Krumer Selbstvertrauen gibt: "Ich versuche in jedem Training meine Leistung zu bringen und mich anzubieten. Wenn ich von Anfang an ran darf, freut mich das besonders. Ich versuche, dem Team, so gut es geht, Rückhalt zu geben", gibt sich Klemm bescheiden.
Offenbar überzeugte Klemm in der Vorbereitung und im Training, so dass FCS-Trainer Schlereth in einer Veränderung zwischen den Pfosten die ideale Möglichkeit sah, um der Abwehr neue Stabilität zu geben - in den ersten drei Partien des neuen Jahres hatte die Schlereth-Elf neun Gegentore kassiert. Das Verhältnis zwischen den Torhütern ist nach eigenen Angaben prächtig, der Konkurrenzkampf verläuft fair. "Ich versuche es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen, den Rest entscheidet er allein", so Klemm.
Falls Klemm auch am Samstag gegen den SC Eltersdorf beginnt, darf davon ausgegangen werden, dass der FC Sand einen neuen Stammtorhüter hat. Gegen die Elf des ehemaligen Sander Trainers und Bundesligaspielers, des aus Ebelsbach stammenden Bernd Eigner, ,wird es sicherlich kein leichtes Unterfangen. Die Erlanger stehen auf Platz 4 der Tabelle und schossen bereits 51 Tore. Gerade die Gebrüder Herzner gelten als die Torgaranten des SC - zusammen kommen Tobias und Bastian Herzner auf 17 Tore.
"Natürlich wissen wir um die spielerische Stärke von Eltersdorf. Wenn wir allerdings kämpferisch über die gesamte Spieldauer dagegenhalten, können wir mithalten", gibt sich Klemm optimistisch. Mehr noch: "In unserer Situation erhofft man sich natürlich einen Dreier." Das Hinspiel entschieden die Mittelfranken mit 3:1 für sich - zuletzt siegte die Eigner-Elf mit 2:0 gegen die DJK Don Bosco Bamberg.